Nachwuchs-Autorin unserer Schule stellt sich vor

In diesem englischsprachigen Interview möchten wir euch einen Fantasy-Roman, „Cyan“, und die Autorin dahinter vorstellen. Hauptsächlich geht es um den Schreibprozess, zudem erfahrt ihr etwas über die Geschichte an sich sowie über Mariel, die demnächst Schülerin der Oberstufe unseres Gymnasiums sein wird.

Liebe Mariel, wir freuen uns sehr darüber, dass du dich für das Interview zur Verfügung gestellt hast, und wünschen dir viel Erfolg und begeisterte Leser*innen.

Wir danken an dieser Stelle auch Paula Debbeler aus der „Lese- und Schreib-AG“, die uns bei der Vorbereitung des Interviews unterstützt hat.

Alle, die nach dem Interview den Roman lesen möchten, klicken auf diesen Link:

https://tapas.io/series/CYAN7/info

“Es muss in dir brennen, was du in anderen entzünden willst” – Interview mit unserem Schulleiter (Teil 2/2)

Seit April 2020 haben wir nun schon einen neuen Schulleiter, Herrn Langen, den wir euch in diesem Artikel vorstellen und als Person näherbringen wollen. Ende November 2020 haben wir, Jennifer (J) und Merle (M), das nachfolgende Gespräch mit ihm geführt. Da Herr Langen so freundlich war, sich Zeit für unsere Fragen zu nehmen, sodass wir ihm einige stellen konnten, haben wir das Interview in zwei Teile aufgeteilt: In Teil 1 geht es vor allem um Herrn Langens berufliche Laufbahn sowie seine Haltungen zu Fragen des Schulalltags. In Teil 2 gibt Herrn Langen einen Einblick in seine Schulzeit und ihr erfahrt mehr über ihn als Privatperson.

J: Eine Frage, die alle von uns im Laufe unserer Schulzeit beschäftigt, ist die, was nach dem Abitur kommt. – Wann haben Sie eigentlich gemerkt, dass Sie Lehrer werden möchten?

L: Die Frage finde ich sehr spannend, weil ich auch selbst sehr intensiv darüber nachgedacht habe. Es ist so: Wenn Sie wissen wollen, wann für mich definitiv klar war, dass ich mich für dieses Studium einschreiben möchte, war das in Klasse 11. Das weiß ich noch relativ genau. Es war die Zeit, als ich gegenüber meinen Freunden, meinen Eltern zum ersten Mal konkret ausgedrückt habe, Gymnasiallehrer werden zu wollen. Wenn ich in meine Kindheit zurückblicke: Bereits da habe ich schon gern Schule gespielt. Ja, ich war auch gerne in der Lehrpersonen-Rolle. Mit Gruppen habe ich im Jugendalter gern zusammengearbeitet, habe gerne im Fußballverein eine Mannschaft trainiert. Ja, das hat mir Freude bereitet.

M: Wie kombinieren Sie denn Ihren langen und intensiven Arbeits- und Berufsalltag mit Ihrem Privatleben und Ihrer Freizeit? Und was machen Sie in Ihrer Freizeit?

L: Innerhalb der Woche habe ich in der Schule natürlich eine hohe Präsenz, sodass für Freizeitaktivitäten da nicht so viel Zeit bleibt. Am Freitagabend spiele ich in einer Freizeitgruppe gern Fußball. Das ist für mich ein sehr schöner sportlicher Wochenausklang. Am Wochenende unternehme ich gern etwas mit meiner Familie. Ich habe eine zehnjährige Tochter und einen sieben Jahre alten Sohn. Mit denen spiele ich auch gerne Fußball oder wir beschäftigen uns mit Gesellschaftsspielen. Als Ausgleich laufe ich und ich widme mich der Lektüre. Naja, so ganz spektakuläre Freizeitaktivitäten habe ich nicht zu bieten.

J: Was war damals in der Schule ihr Lieblingsfach?

L: Geistesgeschichtliche Fächer wie Geschichte, Deutsch, Erdkunde, Religion haben mir immer Freude bereitet. In anderen Fächern hing es auch mal von der Lehrkraft  ab.

J: Warum haben sie sich dann schlussendlich für Deutsch und katholische Religion entschieden, als sie angefangen haben zu studieren?

L: An Religion hatte mich Folgendes gereizt: Ich finde diese Frage nach Gott und seinen Bezug zu den Menschen, zur Welt immer noch eine der spannendsten. Die Frage nach einem Dasein, das diese ganze Wirklichkeit noch einmal übersteigt und letzten Endes auch umfasst, finde ich sowohl aus theologischer als auch aus philosophischer Sicht eine unheimlich spannende Frage und wie sich die Beantwortung dessen auf unsere Wirklichkeit auswirkt. Also ich habe mich im Studium zum Beispiel  sehr viel mit bioethischen Themen beschäftigt, mit Kirchengeschichte oder auch der Bibelexegese. Hinsichtlich der Germanistik hatte ich bereits ein Grundinteresse an aktueller, aber vor allem auch historischer fiktionaler Literatur. Schließlich ist Literatur eine sehr künstlerische Form, mit den Gegebenheiten der Zeit umzugehen. Sich damit kritisch auseinanderzusetzen, bereitet mir Freude. Und dann sind es letztendlich die zwei Fächer geworden und ich bin auch sehr glücklich damit, muss ich sagen. Ich unterrichte sehr gerne und es macht mir immer noch eine große Freude, Kinder oder junge Erwachsene dafür zu begeistern.

M: Woran aus Ihrer Schulzeit erinnern Sie sich gerne und woran eher nicht?

L: Also, ich erinnere mich gerne, an die Zeiten, wo wir eine gute Klassengemeinschaft hatten oder tolle Klassenfahrten. Ich erinnere mich sehr gerne an gewisse Lehrpersonen, die es geschafft haben, mein Interesse für Bereiche zu wecken, wo es Freude gemacht hat, im Unterricht zu sitzen und wo man nach der Stunde in die Pause gegangen ist und gedacht hat, wow, heute habe ich wirklich etwas mitgenommen Daran erinnere ich mich sehr, sehr gerne zurück und auch daran, dass wir es in unserem Abiturjahrgang geschafft haben, noch in Kontakt zu bleiben. Es kommen heute noch immer etwa 85 Leute bei den in einem fünfjährigen Turnus stattfindenden Wiedersehensreffen zusammen.

Woran erinnere ich mich nicht gerne zurück? Schwierig empfand ich es immer, wenn vereinzelt Lehrpersonen eine Stoffvermittlung durch psychisch aufgebauten Druck durchzuführen. Aber ich glaube, solche Lehrertypen findet man heute gar nicht mehr.

J: Wir müssen da auch jetzt nicht ins Detail gehen. Wir wollen Ihnen nicht zu nahe treten, es war uns nur wichtig, zu zeigen, dass es natürlich auch Punkte in der Schule gibt, die nicht supertoll sind.

L: Das ist der genannte Aspekt, und obwohl ich damit in der Regel gut zurechtgekommen bin, meine übrigens Mitschüler auch, hat Schule angstfrei stattzufinden.

J: Kommen wir nun zu komplett anderen Fragen: Haben Sie ein Lebensmotto, das Sie vielleicht mit uns teilen können?

L: Mein Lebensmotte lautet: “Es muss in dir brennen, was du in anderen entzünden willst”. Das ist ein Satz, der stammt von Aurelius Augustinus, einem Philosophen und Kirchenlehrer der lateinischen Antike. Wenn ich nicht selber von etwas begeistert bin und mir etwas nicht wichtig ist, kann ich es nicht gut vermitteln. Denn ich möchte den Schülerinnen und Schülern nicht nur etwas beibringen, sondern ich möchte Sie auch dafür begeistern.

M: Würden sie gern einmal ihre Arbeit mit der Arbeit der Bundeskanzlerin tauschen und wenn ja, was wäre so ihr wichtigstes oder erstes Anliegen, was sie dann in Angriff nehmen würden?

L: Nun, Frau Dr. Merkel hat ja einen Doktor in dem Fachgebiet Physik, deswegen könnte ich mir vorstellen, dass sie es vielleicht schwierig finden würde, in Deutsch und katholischer Religion zu unterrichten. Jetzt, wenn ich es so bedenke: Für einen Tag fände ich es durchaus reizvoll, die Entscheidungsträger anderer Staaten zu treffen. Doch, wenn ich bedenke, was eine Bundeskanzlerin gerade für Verantwortung trägt und dass diese Verantwortung, die Frau Merkel derzeitig ja nicht nur für Deutschland, sondern auch für Europa zugesprochen wird, ist gerade sehr bedeutsam. Ich einen sehr großen Respekt vor der Arbeit von Frau Merkel, sodass ich nicht leichtfertig sagen würde, das könnte ich jetzt auch. Gerade mit Blick auf die aktuelle Lage ist sicherlich in der Bewältigung der Corona-Pandemie nicht alles gelungen gelaufen in Deutschland. Wenn ich mir jedoch vor Augen führe, wie Deutschland von unseren politischen Vertretern bisher durch die Corona-Pandemie geleitet wurde, kann man sehr zufrieden sein.

J: Dann kommen wir jetzt noch zu einer Frage, die sich mehr um die Gesellschaft allgemein und die LGBTQI*-Gemeinschaft dreht. Wie glauben Sie, kann man den Schulalltag für diese Menschen vielleicht noch angenehmer gestalten und wie kann man ihnen allgemein einen Raum in der Gesellschaft bieten?

L: Meine Erfahrung mit Diversität ist, dass immer noch Schülerinnen und Schüler, die zum einen eine gleichgeschlechtliche Orientierung haben oder auch das Empfinden haben, im falschen Körper zu sein, durchaus mit Ängsten, z.B. mit der Angst vor Vorurteilen oder so, zu tun haben. Das bedauere ich sehr, weil wir im 21. Jahrhundert es schaffen sollten, dass wir, wie es auch im Grundgesetz steht, jeden Menschen als Menschen sehen. Solange man mit seiner Einstellung nicht die Freiheitsrechte anderer Menschen negativ beeinträchtigt, hat man das Recht, in dem Sinne zu leben, wie es einem seine Natur vorgibt, weil wir unserer Natur folgen müssen. Wir können nicht wider unserer Natur handeln! Ansonsten ist es so, dass wir es in der modernen Gesellschaft, schaffen sollten, Menschen erstmal auch menschlich zu begegnen, so würde ich es formulieren, offen zu begegnen und sie nicht gleich zu stigmatisieren.

M: Dann haben wir jetzt noch eine letzte Frage: Wenn Sie eine berühmte verstorbene Person treffen könnten, welche wäre das?

L: Schwere Frage. Das Problem ist ja, es gibt viele interessante Menschen, bei denen ich erstmal denken würde: Die würde ich gerne mal treffen. Es ist so, für mich sind Personen besonders spannend und interessant, die an Schnittstellen der Geschichte schwierige Entscheidungen treffen mussten. Ich würde gerne mit denen darüber sprechen, was in diesen Situationen für sie handlungsleitend war. Häufig sind das Menschen, die nicht vom allgemeinen Mainstream anerkannt waren, sondern eher durch ihr Andersartigsein die Welt im Ganzen beeinflusst haben.

Zum Beispiel, sicherlich bedingt durch mein Interesse an Religion, Jesus von Nazareth, wie es für ihn war, als er für sich erkannt hat oder begriffen hat, dass er nochmal eine besondere Beziehung zu diesem Göttlichen hat.

Aus der jüngeren Vergangenheit hätte ich gerne ein Gespräch mit Richard von Weizsäcker gehabt, der damals zum 40. Jahrestag des Kriegsendes eine herausragende, wesentliche Rede im deutschen Bundestag gehalten hat. Zum ersten Mal sprach ein deutscher Politiker davon, dass das deutsche Volk durch die Alliierten befreit worden sei, als es den Krieg 1945 verloren hatte. War diese Sichtweise zum Zeitpunkt der Rede durchaus noch umstritten, ist er danach und auch heute dafür berechtigter Weise sehr wertgeschätzt worden. Als ich in Ihrem Alter war, endete ungefähr die Amtszeit von Richard von Weizsäcker. Für mich hat er aus diesem, aber auch aus anderen Gründen als Bundespräsidenten immer eine besondere Bedeutung gehabt.

Und so kam unser Gespräch mit Herrn Langen zu seinem Ende. Wir bedanken uns noch einmal sehr herzlich bei Herrn Langen für seine Zeit und Offenheit und hoffen, dass ihr auch weiterhin unsere Artikel mit Interesse lesen werdet.

Bleibt gesund,

Merle und Jennifer

How to „Gendersensible Sprache“

Gastbeitrag: Ein Genderguide von Emma Eilts 

Illustration: Luisa Spille
Illustration: Luisa Spille

Bis heute nutzen wir in unserem täglichen Sprachgebrauch das sogenannte generische Maskulinum. Das bedeutet, dass wir die männliche Form als Standard nutzen, damit aber alle meinen. Spricht jemand von Lehrern, Schülern oder Politikern, müssen weibliche und diverse Personen also davon ausgehen, dass sie „mitgemeint“ sind. Das man aber einfach “mitgemeint” wird, empfindet inzwischen ein nicht geringer Teil der Bevölkerung als nicht ausreichend und schlichtweg ungerecht. Eine Alternative zur Nutzung des generischen Maskulinum ist die gendergerechte Sprache. 

INTENTION

Die Intention des Genderns besteht darin, jedes Geschlecht, egal ob männlich, weiblich oder non-binary (→ In diesem GWZ-Artikel findest du noch weitere Infos dazu), auch in der Sprache sichtbar zu machen und somit allen Geschlechtern die Gleichberechtigung zu ermöglichen, welche ihnen durch das Grundgesetz gesichert wird (Artikel 3,2). Darüber hinaus soll es Rollenbilder entkräften: Gendergerechte Sprache impliziert und erinnert daran, dass alle Geschlechter gleichermaßen befähigt sind, eine Tätigkeit auszuführen. Darüber hinaus ist es wissenschaftlich mehrfach nachgewiesen, dass unsere Sprache einen Einfluss auf unsere Vorstellung einer Gesellschaft hat. Sprache kann demnach Wirklichkeit abbilden und sie verändern. Sprichst du von Manager:innen, Bauarbeiter:innen und Kosmetiker:innen, trägst du damit aktiv zur Gleichberechtigung, Wertschätzung und Repräsentation aller Geschlechter bei. 

RECHTSGRUNDLAGE

Das Gendern in keinem Gesetzbuch explizit festgeschrieben. Das Niedersächsische Schulgesetz betont jedoch die „demokratische Gestaltung der Gesellschaft“ und „Gerechtigkeit, […] Solidarität, […] Toleranz sowie […] Gleichberechtigung der Geschlechter“. Da, wie schon ausgeführt, das Gendern einen aktiven Einfluss auf die Umsetzung unser demokratischen Werte innerhalb der Gesellschaft haben kann, stimmen Richtlinien und Gesetze mit der Intention des Genderns überein. Außerdem wurde das dritte Geschlecht 2018 ins Personenstandsgesetz aufgenommen. Es ist also sinnvoll, dieses auch in der Sprache sichtbar zu machen. 

Also: Bisher gibt es noch keine Gesetze, die das Gendern vorschreiben, öffentliche Institutionen (bspw. Unis) nehmen es aber immer häufiger in ihre Richtlinien auf. Es schadet nicht, sich gendern zumindest in der geschriebenen Sprache anzugewöhnen.

UND WIE MACHE ICH DAS JETZT? 

Gendersensible Sprache ist ein noch relativ junges Phänomen und wir befinden uns mitten im Prozess. Es gibt sogesehen also auch erstmal keine „richtige“ oder „falsche“ Schreibweise. Schau dir die folgenden Möglichkeiten an und entscheide, welche dir am besten gefällt. 

1. Doppelnennungen: „Liebe Schülerinnen und Schüler“ 

2. Binnen-I: „Liebe SchülerInnen“ 

3. Splitting: „Liebe Schüler/innen“ 

→  Diese Möglichkeiten bilden das binäre Geschlechtersystem ab, d.h. eine Unterscheidung zwischen Männern und Frauen. Non-binary Personen finden hier leider keine Beachtung. 

4. Gendersternchen: „Liebe Schüler*innen“ 

5. Gender Gap: „Liebe Schüler_innen“ 

6. Doppelpunkt: „Liebe Schüler:innen“ 

→  Diese Möglichkeiten binden alle Geschlechter ab. Unterstrich, Sternchen oder Doppelpunkt können hier für eine unbegrenzte Zahl möglicher Geschlechter stehen. Der Doppelpunkt wird im Vergleich zu den anderen Möglichkeiten von elektronischen Lesesystemen als kurze Pause gelesen, was sich für Menschen mit Sehbehinderung angenehmer auf den Lesefluss ausübt.

7. Genderneutrale Personenbezeichnungen: „Mensch“, „Person“, „Elternteil“ 

8. Substantivieren: „Studierende“, „Interessierte“ 

9. Partizipien oder Passivbildungen: „Herausgegeben von“ statt „Herausgeber“; „Der Antrag ist vollständig auszufüllen“ 

→  Bei der genderneutralen Schreibweise wird die direkte Nennung des Geschlechts umgangen. Kritiker:innen sagen jedoch, dass das Ziel der Sichtbarmachung aller Geschlechter hierbei nicht erfüllt wird.

Dies sind also einige der vielen Möglichkeiten. Du kannst bei der Nutzung natürlich variieren, in der geschriebenen Sprache solltest du dich aber zumindest bei den Möglichkeiten 4.-6. auf eine festlegen. Achte außerdem darauf, dass deine Formulierungen verständlich und grammatikalisch korrekt sind. Solltest du bei einer Formulierung mal auf dem Schlauch stehen, schau gerne hier nach: https://www.geschicktgendern.de. Allgemein gilt: Es gibt nicht „die richtige“ Art zu gendern. Lass dich nicht verunsichern und finde eine gendersensible Sprache, die zu dir und deiner Zielgruppe passt. Werde kreativ und trau dich. Egal wie du es schlussendlich machst, hilfst du dabei, eine moderne Art des Genderns zu etablieren. Irgendwann wird es wahrscheinlich völlig normal sein, die Art zu gendern anzuwenden, auf die sich alle geeinigt haben. Und bis dahin denk dran: 

Rom wurde nicht an einem Tag erbaut.

„Die Übernahme von Verantwortung reizt mich“ – Interview mit unserem Schulleiter (Teil 1/2)

Leidenschaftlicher Hobbyfußballer

Seit April 2020 haben wir nun schon einen neuen Schulleiter, Herrn Langen, den wir euch in diesem Artikel vorstellen und als Person näherbringen wollen. Ende November 2020 haben wir, Jennifer (J) und Merle (M), das nachfolgende Gespräch mit ihm geführt. Da Herr Langen so freundlich war, sich Zeit für unsere Fragen zu nehmen, haben wir das Interview in zwei Teile aufgeteilt:

In Teil 1 geht es vor allem um Herrn Langens berufliche Laufbahn sowie seine Haltungen zu Fragen des Schulalltags.

In Teil 2 gibt Herr Langen einen Einblick in seine Schulzeit und ihr erfahrt mehr über ihn als Privatperson.

J: Wir freuen uns, dass dieses Gespräch zustande gekommen ist und dass Sie so freundlich auf unsere Ideen eingegangen sind.

L: Sehr gerne.

M: Kommen wir zu unserer ersten Frage: Warum haben Sie sich dazu entschieden, Schulleiter und noch dazu hier am Gymnasium Wildeshausen zu werden?

L: Die Leitung einer Schule dieser Größenordnung zu übernehmen, ist eine große Herausforderung. So etwas macht man nicht einfach aus Lust und Laune heraus. Rückblickend kann ich sagen, dass die Übernahme von Verantwortung mich sowohl gereizt, aber auch geprägt hat. Bereits in meiner Jugendzeit bin ich in unterschiedlichen kirchlichen und sportlichen Bereichen engagiert gewesen, in denen ich dann auch zunehmend Verantwortung übernommen habe. Sowohl in der katholischen Landjugend als auch dann im Berufsleben in der Schule: Durch meine Tätigkeit als Fachobmann für das Fach Religion konnte ich hier erste Erfahrungen über den eigenen Unterricht und Klassenleitung hinaus machen. Insgesamt  hat es mir Freude bereitet, an der Weiterentwicklung von Unterricht und Schule mitzuarbeiten, Bildungsprozesse zu initiieren und zu organisieren.

Nachdem ich dann fünf Jahre lang stellvertretender Schulleiter am Max-Planck-Gymnasium in Delmenhorst war, reifte in mir so langsam die Entscheidung, dass ich es wagen möchte, Schulleiter zu werden. Die Zusammenarbeit sowohl mit Schülern als auch Eltern, Kolleginnen und Kollegen empfinde ich als bereichernd und das Gymnasium Wildeshausen hat mich durch das reichhaltige Angebot, aber auch durch seine kleinstädtische ländliche Lage angesprochen.

J: Sie sind nun ja schon ein gutes halbes Jahr tatsächlich hier Schulleiter. Wie bewerten Sie Ihre bisherige Zeit am Gymnasium Wildeshausen?

L: Aufgrund der Corona-Pandemie war es neben den gängigen Herausforderungen, wenn man eine neue Stelle antritt, eine sehr intensive Zeit. Ich kam damals am 22. April noch zu Zeiten des völligen Lockdowns und es mussten sehr viele Entscheidungen hinsichtlich des Wiedereinstiegs in den Unterricht, der Umsetzung des Hygienekonzeptes getroffen werden. Ich bin sehr dankbar, dass ich hier ganz tolle Kolleginnen und Kollegen in der Schulleitung habe, insbesondere meinen Stellvertreter, Herrn Sudholz, die mich sehr unterstützt haben. Besonders hervorzuheben ist auch das Engagement vieler unserer Lehrkräfte, die unseren Schülerinnen und Schülern in dieser schwierigen Zeit der Corona-Pandemie eine gute Schulsituation bieten. Das heißt ganz konkret, neben einer guten Lernsituation auch Schule als Lebensraum, soweit es geht, zu schaffen und erhalten. Es ist toll, dass es uns gelungen ist, unsere Mensa im ersten Halbjahr nahezu durchgehend geöffnet zu lassen, dass der Ganztag in der bewährten Form stattfinden konnte, und dieses alles bei einem geringen Infektionsgeschehen an unserer Schule, sodass wir hier bisher keine Fälle hatten, sondern nur vorsorgliche Quarantänen.

M: Wie ist Ihre Einstellung zur Handynutzung auf dem Schulgelände? Das ist wahrscheinlich ein Thema, welches besonders in der Oberstufe aufkommt.

L: Das ist ja eine ganz schwierige Frage, die man von ganz unterschiedlichen Seiten aus angehen kann. Wenn Handynutzung durch die Lehrkraft im Unterricht zu fachlichen oder pädagogischen Zwecken erforderlich ist, und sie daher anregt, das Smartphone einzusetzen, dann finde ich das förderlich, weil ein zielgerichteter Einsatz moderner Medien neue Möglichkeiten eröffnet. Natürlich ist die Gleichbehandlung aller Schülerinnen und Schüler hier unbedingt einzuhalten.

Ich halte viel von direkter Kommunikation, d.h. von Gesprächen zwischen Menschen. Besonders auf dem Schulhof finde ich es wichtig das zwischen den Lernenden entspannt geplaudert wird. Unsere Handyordnung verhindert ein Zusammenstehen von vier Menschen, die alle nur auf ihrem Handy daddeln, und keiner spricht mehr miteinander. Und ich glaube, wir müssen uns noch viel stärker auf den Weg machen, verantwortungsvoll mit den modernen Medien umzugehen, um sie dann auch völlig freizugeben. Eine völlige Freigabe von Handys auf dem Schulhof zu gewährleisten, sehe ich daher im Moment noch nicht.

J: Unsere nächste Frage wäre: Wie wichtig ist es Ihnen, zum Beispiel Schülerinnen und Schüler bei etwaigen Projekten oder auch Zielen für die Schule mit einzubeziehen?

L: Dieser Bereich ist mir sehr wichtig, weil ich glaube, dass, wenn Schülerinnen und Schüler Ideen haben, die zuträglich für die Schule sind, dann gewinnt die Schule dadurch. Dem jetzigen Abiturjahrgang ist dies zum Beispiel im Oktober durch einen Spendenlauf gelungen: Zum einen haben sie Geld für ihre Abifeierlichkeiten eingenommen, zum anderen haben sie noch was für einen guten Zweck getan, indem sie dem Mehrgenerationen-Haus die Hälfte des erlaufenen Betrages gespendet haben. Neben diesem Projekt war die Aktion mit dem Verkauf von Decken und Handwärmern sicherlich situationsangemessen. Auch die von der Schülervertretung durchgeführte Nikolaus-Aktion lässt sich noch anführen. Also wenn die Schülerinnen und Schüler sich auf den Weg machen, Gutes zu tun, haben sie mich an ihrer Seite.

M: Unsere nächste Frage dreht sich um den Abi-Streich. Ein weiteres Thema, das wahrscheinlich interessanter für die Oberstufe ist. Wie stehen Sie dazu?

L: Die Abiturprüfung machen die Schülerinnen und Schüler in der Regel nur einmal. Bei erfolgreicher Bewältigung erhalten Sie dann das Abitur, das Reifezeugnis. Der Zeitraum ist zum einen geprägt von Prüfungen, intensivem Lernen, freizeitlichen Entbehrungen, zum anderen ist er auch verknüpft mit dem Schritt in eine Freiheit, dass man nun ein Studium oder eine Ausbildung beginnen kann. Und natürlich gehört da auch ein Abi-Streich dazu. Ich bin grundsätzlich nicht dagegen. Ein Abi-Streich, der originell und kreativ gemacht ist, der Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte so einbindet, dass keiner sich blamiert, dass keiner vorgeführt und lächerlich gemacht wird, ist gemeinschaftsstiftend und zum Abschluss einer Schulzeit auch gerechtfertigt. Natürlich ist dabei der Konsum von Alkohol nicht zu tolerieren. Ebenfalls abzulehnen ist, dass Lernende wie Lehrerende so nass gespritzt werden, dass sie eine zweite Garderobe mitbringen müssen. Die Durchführung eines Abi-Streiches hat viel mit Vertrauen zu tun, Vertrauen sowohl in Richtung meiner Person, als auch Vertrauen von mir in Richtung der Schülerinnen und Schüler. Und mir ist wichtig, wenn man Absprachen trifft, dass man sich dann auch daran hält. Ein Abi-Streich soll ja eine amüsante, kreative Form eines gestalteten Abschiedes von der Schule sein und keine Abrechnung mit Lehrkräften oder der Schule insgesamt.

J: Das fasst es wohl ziemlich gut zusammen, was es sein sollte. Dann nochmal eine Frage, die sich mehr in die Zukunft richtet: Wo sehen Sie unsere Schule in 5 Jahren?

L: Die Corona-Pandemie hat uns alle vor die Situation gestellt, wo auf einmal nicht mehr die Frage war, ob wir digitale Medien einsetzen sollen oder nicht, sondern wir mussten es einfach tun. Wir mussten einfach neue Wege gehen. Und wir sind sie gegangen, alle miteinander. Daher befinden wir uns auf dem Weg, eine verantwortungsbewusste Unterrichtsgestaltung mit modernen Medien hinzubekommen, wo analoge Medien, analoge Unterrichtsformen und digitale Unterrichtsformen sich ergänzen. Das wird eine ganz wesentliche Aufgabe  für die nächsten fünf Jahre sein. Begleitet wird der Prozess von einer ständigen Reflexion und Evaluation. Ich glaube, dass wir die Digitalisierung brauchen, dass es eine große Chance ist und deswegen sage ich auch, wenn wir hier im Pilotprojekt die Tableteinführung in dem Jahrgang 11 wagen, dann müssen wir klug vorgehen, um auch alle Schülerinnen und Schüler mitnehmen zu können. In Verbindung mit der Studien- und Berufsorientierung können wir unseren Schülerinnen und Schülern sicherlich dadurch noch bessere Voraussetzungen bieten. Auf diesem Weg sehe ich uns und deswegen kann ich Ihnen auch heute auch noch nicht definitiv sagen, wo wir in fünf Jahren stehen werden. Ich glaube, durch meine Erfahrung zu wissen, dass in den letzten zehn Jahren im digital-technischen Bereich deutlich mehr Neuerungen erfolgt sind als zuvor. Daher ist es wohl klug, zu schauen, wie wir diesen Prozess auch weiterhin für das Gymnasium Wildeshausen verantwortungsvoll gestalten.

Das war’s mit Teil 1 des Interviews mit Herrn Langen. Wir bedanken uns schon einmal recht herzlich bei Herrn Langen für dieses schöne Interview und hoffen, dass ihr auch den zweiten Teil, den wir nächsten Freitag (12.03.) veröffentlichen, lesen werdet.

Bleibt gesund,

Merle und Jennifer

,,Eine labile, politische Grundeinstellung zur DDR“- Eine Gesprächsrunde zum 30. Tag der Deutschen Einheit mit Herrn Wenigerkind, Frau Kramer und Herrn Meentzen

Am 03. Oktober 2020 jährte sich der Tag der deutschen Einheit und somit der Tag der Wiedervereinigung zum 30. Mal. Da der 03. Oktober in diesem Jahr aber auf einen Samstag fiel, fand eine Veranstaltung zu diesem Thema bei uns an der Schule bereits am 01. Oktober für die drei oberen Jahrgänge statt.

In den Geschichtsstunden zuvor wurde uns bereits erzählt, dass Herr Wenigerkind, der aus dem Osten nach Bremen geflohen war, vorbeikommen würde. Gemeinsam mit Herrn Meentzen, der schon immer in Bremen wohnt, und Frau Kramer, die bis 2004 im Osten gelebt hat, tauschten sich die Zeitzeugen in dem von Frau Rasche moderierten Gespräch über ihre Jugend im geteilten Deutschland sowie den Mauerfall und die Nachwendezeit aus.

Zuerst ging es darum, wo und wie die drei den Tag des Mauerfalls erlebt haben. Herr Wenigerkind hatte an besagtem Tag Geburtstag. Gerade mal 5 Tage zuvor war er aus dem Osten, genauer gesagt Thüringen, über die Prager Botschaft in den Westen zu einer Tante nach Bremen geflohen. Für ihn war es zuerst fast unmöglich zu realisieren, dass die Mauer gefallen war. Frau Kramer schilderte, dass sie gerade im Studentenwohnheim gewesen war. Plötzlich kam jemand ins Zimmer und rief, dass die Mauer offen sei. Das weitere Geschehen hatten sie und ihre Mitstudenten dann in Ermangelung eines Fernsehers über ein Radio verfolgt. In den Tagen danach sei ein normaler Universitätsalltag erstmal nicht möglich gewesen, da sich Lehrpläne und Verordnungen ständig änderten. Zudem sei die Anzahl an Studierenden in den einzelnen Seminargruppen über die Zeit immer kleiner geworden, da sich viele auf in den Westen gemacht hatten. Herr Meentzen war zu dem Zeitpunkt Wehrdienstleistender und gerade bei seinen Eltern; er war ebenfalls von der Nachricht des Mauerfalls überrascht.

Ein Deutschland, das nicht mehr geteilt ist, konnte sich alle drei zuerst gar nicht vorstellen. Frau Kramer fand zunächst alles unwirklich und hatte erstmal keine wirklichen Erwartungen daran, wie das Leben in einem vereinten Deutschland werden könnte. Ihr sei allerdings klar gewesen, dass das Leben im Osten jetzt nicht plötzlich so werden würde, wie im Westen. Dass sie nun die Möglichkeit haben würden nach London zu fahren, realisierte sie aber schnell.

Herr Wenigerkind hatte keine Zeit, darüber nachzudenken, was er erwartete, und musste erstmal mit der neuen Situation klarkommen. Einer der ersten Wünsche, den er sich erfüllte, war der, sich modisch zu kleiden. Als er sich dann allerdings neue Schuhe der Marke „Nike“ kaufen wollte, war er mit der Auswahl an unterschiedlichen Modellen überfordert.

Herr Meentzen befand sich in einer komfortablen Position, da ihm klar war, dass sich sein Leben in der „alten“ Bundesrepublik nicht großartig ändern würde, im Gegensatz zu den Leben fast aller DDR-Bürger.

Als es um die Armee ging, in der Herr Meentzen und Herr Wenigerkind ungefähr zur gleichen Zeit, nur eben auf verschiedenen Seiten, dienten, musste ich ein wenig schmunzeln, da Herr Wenigerkind die Bundeswehr in der BRD im Vergleich zur NVA in der DDR als Pfadfinder bezeichnete. Ein Unterschied zwischen NVA und Bundeswehr war, dass man bei der Bundeswehr meistens nah am Wohnort stationiert war und öfters mal nach Hause konnte, während man bei der NVA weiter weg stationiert war und es auch mal sein konnte, dass man ein halbes Jahr lang nicht zuhause war. Herr Wenigerkind wollte eigentlich Fallschrimspringer bei der Armee sein, durfte dies allerdings nicht, da er Westverwandtschaft hatte. Herr Meentzen und Herr Wenigerkind waren sich beide ziemlich einig darüber, dass sie im Nachhinein nicht wirklich wussten, warum sie überhaupt bei der Armee gewesen waren, da sie beide niemals auf andere schießen wollen/können hätten. Frau Kramer fügte dann noch hinzu, dass ihr Vater nur bei der Armee gewesen sei, um einen Krieg quasi zu verhindern und das System von innen zu verändern.

Da Herr Wenigerkind nach seinen ersten beiden, gescheiterten Fluchtversuchen relativ gut weggekommen war, dachten viele Leute aus seinem Umfeld, dass er bei der Stasi gewesen sei, was jedoch nicht der Fall war. Als Herr Wenigerkind irgendwann Einsicht in seine Akte bekam, die er auch mitgebracht hatte, konnte er darin unter anderem lesen, dass ihm eine ,,labile politische Grundeinstellung zur DDR“ zugeschrieben wurde. Somit konnte er im Nachhinein u.a. auf einem Klassentreffen beweisen, dass er nicht bei der Stasi gewesen war.

Der Vater von Frau Kramer habe, vor allem dadurch dass er bei der Armee war, eine relativ dicke Stasi Akte gehabt. Sie selbst hat allerdings nie Einsicht in ihre Akte beantragt, da ihr die Überwachung einfach bewusst gewesen war.

Ich selbst fand die Veranstaltung/Gesprächsrunde sehr interessant und es war cool, mal einen direkten Vergleich zwischen mehr oder weniger gleichaltrigen Zeitzeugen aus DDR und BRD zu haben, da ich das durch Erzählungen von z.B. Familienmitgliedern bisher nicht wirklich hatte und mir generell die Sicht aus der ehemaligen DDR primär bekannt war.

Da der Redeanteil von Herrn Meentzen im Vergleich zu denen der beiden anderen eher geringer war, herrscht zwar die „Ostperspektive“ vor, aber dennoch weiß ich jetzt auch über die „Westperspektive“ viel mehr als vorher.

Insgesamt interessiere ich mich ohnehin schon ziemlich lange für die Zeit vom 2.Weltkrieg bis zur Deutschen Wiedervereinigung und begrüße es daher immer sehr, neue bzw. andere Perspektiven auf diese Zeit zu bekommen oder neue Dinge über veschiedene Ereignisse dieser Zeit zu lernen.

Das neue Gebäude unserer Schule – Ein paar Informationen und Impressionen

Das neue Gebäude nimmt immer weiter Form an. Auf 1740m² entstehen im Erdgeschoss eine Mensa mit Platz für 120 Personen, 4 Unterrichtsräume und ein Gruppenraum. Für das Obergeschoss sind 5 Unterrichtsräume, 3 Gruppenräume und eine sog. Lernlandschaft, in der die Schülerinnen und Schüler selbstständig arbeiten können, geplant. Die Unterrichtsräume sollen ähnlich ausgestattet sein wie die Fremdsprachenräume, also auch mit Dokumentenkamera, Beamer, weißer Tafel usw.. In die Lernlandschaft sollen verschiedene Arten von Sitzmöglichkeiten kommen sowie auch Computer

Vor den Ferien an einem Mittwoch war ich dann mit Herrn Sudholz im neuen Gebäude drin, um ein paar Fotos zu machen und mir mal anzuhören, wie das neue Gebäude nun am Ende sein soll. Nachfolgend also ein paar Bilder von diesem Tag sowie einige Bilder, die Frau Arzberger gemacht hat, als schon Möbel im Gebäude waren.

Die neue Mensa
Der Kiosk
Die Essensausgabe
Die Treppe in die obere Etage des neuen Gebäudes. Laut Herrn Sudholz hätte diese noch etwas breiter sein können

Corona – immer nur negativ?

Natürlich ist die Covid-19-Krise eine schlimme Zeit für die ganze Welt. Doch ich denke, dass wir trotzdem nicht die positiven Seiten vergessen sollten. Vielleicht würde uns das helfen, mit der Sache besser umgehen zu können.

Solche Regenbögen malen momentan viele Kinder. Sie sollen ein Zeichen gegen Covid-19 sein.

Die Umwelt

Seitdem viele Unternehmen geschlossen und Ausgangsbeschränkungen und -sperren verhängt wurden, kann sich die Umwelt von den Massen an Abgasen und Müll erholen. In China z.B. verbesserte sich die Luftqualität gravierend, als viele Firmen zum Stillstand kamen. Das einzige Problem daran ist, dass die Klimalage sich nach Überwindung der Krise massiv verschlechtern könnte, wenn wir nichts tun.

Die Schüler

Auch für uns Schüler gibt es meiner Meinung nach positive Seiten, und zwar nicht direkt die Schulschließungen. Wir lernen, alleine und selbstständig Aufgaben zu erledigen, besser mit IServ umzugehen und nicht bei jeder Kleinigkeit den Lehrer oder die Lehrerin fragen zu können. Außerdem können wir Sachen machen, für die wir aufgrund von Hausaufgaben, der Vorbereitung auf Klassenarbeiten, Hobbys usw. keine Zeit finden, wie z.B. Mappenführung oder intensives Vokabeln lernen. Und vielleicht bemerken einige von uns, dass es ohne die Schule doch ziemlich langweilig sein kann. 😉

Die Kreativität

Natürlich kann es sein, dass viele Menschen sich kreativ austoben, während sie zuhause sitzen, doch das ist mit dem Begriff Kreativität in diesem Fall nicht gemeint. Viel mehr bedeutet das Wort hier soviel wie erfinderisch werden und bezieht sich auf viele kleine Unternehmen, die mit den Auflagen durch das Virus zu kämpfen haben. Die Imbisse, Cafés, Kinos, Tante-Emma-Läden usw. würden ohne diese Kreativität auch nach Corona-Zeiten geschlossen bleiben müssen. Es werden Gutscheine verkauft, Drive-in-Fenster eröffnet oder Fließbänder vom Tresen zu den Kunden montiert. Wenn euch das Thema interessiert, könnt ihr auf Instagram nach dem Hashtag #shoplocal suchen.

Die Menschheit

Wenn die Menschheit alles richtig macht, sollte die ganze Welt am Ende auch noch einen Vorteil haben. Denn durch Corona ist vieles zum Vorschein gekommen. Wir sehen, welche Folgen mangelnde Hygiene hat und wie wichtig schnelle Maßnahmen sind. Außerdem kann man jetzt feststellen, welche Maßnahmen die besten in einer solchen Situation sind, und wie man einer derartige Krise direkt vorbeugen kann. Wenn man die aktuelle Lage reflektiert und ausgehend von den Erkenntnissen Rahmenbedingungen verbessert, z.B. in Krankenhäusern oder in der Forschung, und Vorbereitungen getroffen werden, könnte man bei dem nächsten Ausbruch einer neuen Krankheit besser und schneller reagieren.

Ich hoffe dieser Artikel konnte euch in dieser schwierigen Zeit etwas aufmuntern und ihr konntet dem Ganzen noch ein bisschen Gutes abgewinnen.

„Wildeshausen Ohrensausen“ – Meine Einschätzungen und Vermutungen zu einigen Liedern

Zu Beginn der Osterferien schickte Frau Niemann uns den Link zur Spotify-Playlist „Wildeshausen Ohrensausen“ und den Link zu einem Padlet, unter dem man seine Vermutungen äußern kann. Seitdem bin ich bei ein paar Liedern am grübeln gewesen, wer diese Songs ausgewählt haben könnte. An meinen Überlegungen zu einigen der Songs möchte ich euch teilhaben lassen und meine Vermutungen aufstellen, auch wenn ich da wahrscheinlich kläglich dran scheitern werde.

Zuhause – Fynn Kliemann: Ich persönlich habe den Entstehungsprozess des Albums von Fynn von Anfang an mitverfolgt und besitze auch die Box des Albums. „Zuhause“ ist ein verdammt toller Song; ein Liebeslied der etwas anderen Art mit einem sehr guten Musikvideo. Welcher Lehrer den Song der Playlist hinzugefügt haben könnte, kann ich nicht wirklich einschätzen, würde aufgrund der Tatsache, das man Fynn Kliemann eher von Youtube und Instagram kennt, einfach mal darauf schließen, dass es ein jüngerer Lehrer/eine jüngere Lehrerin ist, der/die in dem Bereich unterwegs ist. Frau Kaminiarz, Herr Krieger,- Möglichkeiten gäbe es einige.

We Are The World – U.S.A. For Africa: Ich werde wohl nie so tausendprozentig warm mit diesem Lied. Im Chor hat es mir allerdings, als wir es dort gesungen haben, immer Spaß gemacht. Ich mag es generell immer noch es zu singen und es fehlt in keiner Weihnachtsplaylist. Da ich dieses Lied irgendwie eher mit dem Musikunterricht verbinde, würde ich es auch am ehesten einem Musiklehrer/einer Musiklehrerin zuschreiben. Vielleicht Frau Niemann oder Frau Imig?

Loch Lomond (Live) – Runrig: Live Versionen von Songs finde ich prinzipiell schon immer ziemlich gut und ich muss echt sagen, dass mir dieser Song echt gefällt. Hab den Song ein paar Sekunden laufen gehabt und an was Schottisches oder Keltisches gedacht. Nachdem ich Text und Band gesucht habe, musste ich feststellen, dass es sogar unabhängig von der Melodie stimmt. Ich würde den Song aus reiner Intuition jemandem zuordnen, der Englisch unterrichtet. Keine Ahnung warum, aber vielleicht hört den Song ja Herr Hemjeoltmanns oder so.

WIsh You Were Here – Pink Floyd: Es ist Pink Floyd. Es ist einer meiner Lieblingssongs von Pink Floyd. Mehr brauch ich dazu glaube ich nicht sagen. Wer auch immer von den Lehrern diesen Song als Lieblingssong hat, sie haben wahrscheinlich einen guten Musikgeschmack. 🙂 Spontan weiß ich gerade absolut nicht, wem ich diesen Song zutraue, aber vielleicht mag ja Herr Pottebaum sowas.

Killer/Papa Was a Rollin‘ Stone – George Michael: Nun ja. De facto ist das ein Covergemisch aus zwei Songs und ich finde das irgendwie ziemlich eigenartig. Es hat für mich etwas von Möchtegern-Dancemusik, die es aber nicht geschafft hat, so richtig dancig zu sein. Wer das hört? Absolut keine Ahnung. Ich weiß nicht, was für Menschen George Michael hören. Es könnte irgendwie jeder sein.

Killing In The Name – Rage Against The Machine: Es ist gut. Verdammt gut. Ich kenne das Lied schon länger, höre es öfters und frage mich dennoch jedes Mal aufs neue, welches Genre es sein will. Tendenziell würde ich auf jeden Fall gerade sagen, dass die Person, die es hört männlich ist. Aber hm, keine Ahnung, wer genau. Vielleicht Herr Krieger oder Herr Riepel?

Space Oddity – David Bowie: Dieses Lied ist, glaube ich, das einzige Lied, was ich von Bowie mag und höre. Es ist halt auch irgendwie ein Klassiker. Wenn ich jetzt mal auf meine Insiderinfos und die Tipps der anderen Schülerinnen vertraue, ist das das Lieblingslied von Frau Grützmacher.

Vandring – Pust: Ich kenne das irgendwo her, aber was weiß ich, woher genau. Ich mag das A-Capella auf jeden Fall. Die Frage ist jetzt, wer eher ruhigere, gediegenere Sachen hört und somit auch das. Ich hab gerade echt keine Ahnung. Ich tendiere aber dazu, dass es eher ne Frau ist.

99 Problems – JAY-Z: Ich kann beim besten Willen nichts mit der Musik von JAY-Z anfangen und kenne das Lied nur aus Memes. Spontan würde ich jetzt sagen, dass das einer der Referendare hört, aber ich kann die zu wenig einschätzen, als das ich genau sagen könnte, wer.

Countdown – Beyoncé: Ich glaube, das ist eher ein unbekannteres Lied von Beyoncé; es war mir auf jeden Fall nicht bekannt. Spontan sagt es mir auch nicht so zu, wie die anderen Lieder, die ich von Beyoncé kenne. Ich würde es auf jeden Fall eher einer Frau zuordnen. Vielleicht Frau Bülow? Aber vielleicht werde ich am Ende auch komplett überrascht und es ist ein Mann, der das Lied hört. 😀

Der perfekte Moment… – Max Raabe & Samt Deluxe: Ich find die Musik von Max Raabe ziemlich okay, auch wenn ich sie nicht höre. In diesem speziellen Fall mag ich die Mischung mit Samy Deluxe sehr und musste an das Lied denken, welches KUMMER mit Max Raabe gemacht hat. Das könnte jetzt auch wieder so ziemlich jeder sein, der das hört. Vielleicht aber ja Frau Burdiek?

Du schreibst Geschichte – Madsen: Ich hab in dieser Playlist ja echt mit vielem gerechnet, auch mit Bands, die ich höre. Madsen habe ich dann aber doch irgendwie so gar nicht erwartet. Ich mag Madsen sehr und „Du schreibst Geschichte“ steht auf meiner Liste für Songs, die man mitsingen und zu denen man abgehen kann, definitiv weit oben. Ich ordne das Lied jetzt einfach mal, natürlich wieder komplett ins Blaue geraten, Frau Dietzmann zu, auch wenn ich bei ihr nicht so hundertprozentig einschätzen kann, ob sie Musik à la Madsen hört. Aber wer auch immer das hört, hat auf jeden Fall einen sehr guten Geschmack. 🙂

Vengeance Is My Name – Amon Amarth: Ich hör Amon Amarth nicht wirklich oft, was daran liegt, dass ich selten Metal höre und wenn, dann tendenziell eher ruhigeren Metal. Amon Amarth ist melodisch schon etwas haudraufmäßig und dadurch nicht so unbedingt meins, aber ich mag’s trotzdem. Spontan würde ich das Lied Herrn Müller zuordnen.

Nordisch by Nature – Fettes Brot: Ein Klassiker von Fettes Brot. Es ist jetzt nicht mein Lieblingslied von Fettes Brot, aber ich mag es. Auch wenn ich manchmal finde, dass es zu lang ist; warum auch immer. Immerhin höre ich von anderen Bands auch weitaus längere Lieder. Ich glaube, dass es im Allgemeinen einige Leute in der Lehrerschaft gibt, die Fettes Brot mögen, weshalb es schwierig ist, da eine Person auszuwählen, von der dieses Lied das Lieblingslied ist. Spontan würde ich Frau Kaminiarz oder Herrn Kötke das Lied zuordnen, aber auch nur, weil ich mit den beiden jeweils schon mal über Fettes Brot geredet habe.

Won’t Forget These Days – Fury In The Slaughterhouse: Zugegebenermaßen ist das Lied das einzige, was ich von der Band kenne. Ich finde den Song auch sehr gut, höre es allerdings eigentlich nur, wenn es auf irgendeiner Playlist oder mal im Radio oder Fernsehen gespielt wird. Zuordnen würde ich es Herrn Janßen, auch wenn ich nicht so richtig weiß, warum.

Mein Stammbaum ist ein Kreis – Knasterbart: Was zum Teufel? Melodisch erinnert es mich etwas an Santiano. Den Text finde ich absolut eigenartig…Naja. Zuordnen würde ich es Herrn Zunk, aber absolut ohne einen bestimmten Grund.

Too Many Friends – Placebo: Das einzige Lied, was ich von Placebo kenne. Ich mag den Text des Liedes sehr und auch die Melodie ist toll. Alles nicht zu ruhig, aber auch nicht zu doll. Zuordnen würde ich es Frau Ahmad.

Fields Of Gold – Sting: Ich kenne das Lied, glaube ich, nur deswegen, weil es in der Chor-AG gesungen wurde, ich im Popchor war und es somit beim Konzert gehört habe. Das Lied ist ganz gut, aber dennoch irgendwann aus meiner Playlist geflogen, weil ich es meistens übersprungen habe. Zuordnen würde ich es definitiv Frau Niemann.

The Sound Of Silence – Disturbed: Es ist ein Cover, aber ein relativ gutes, wenn auch verdammt langsames Cover. Es ist, meiner Meinung nach, ziemlich unmöglich, das Lied zu singen. Noch dazu finde ich es, dadurch dass es so langsam ist, etwas einschläfernd. Ich habe absolut keine Ahnung, wer das wirklich hört, sage jetzt aber einfach einmal, dass Herr Meentzen den Song ausgewählt hat.

Starboy – The Weekend, Daft Punk: Kann man sich definitiv anhören. Auch wenn ich von Musik dieser Art eigentlich nicht wirklich Fan bin. Zuordnen würde ich es spontan Herrn Heyn.

Back To Black – Amy Winehouse: Mal wieder ein Klassiker. Ist jetzt nicht unbedingt die Musik, die ich regelmäßig höre, aber das Lied ist trotzdem gut und Amy WInehouse hat eine großartige Stimme. Keine Ahnung warum, aber ich würde das Lied Frau Sager zuordnen.

Schrei nach Liebe – Die Ärzte: Ich liebe diese Band! Das Lied ist ein Klassiker der Band, wenn nicht sogar DER Klassiker. Freue mich schon darauf, das Lied im November hoffentlich live hören zu können. Zuordnen würde ich es Herrn Krieger oder Frau Wübbenhorst.

Maria (I Like It Loud) – Scooter: Okay. Ich find Scooter echt ganz gut und man kann sich die Musik durchaus auf Partys oder so anhören, aber ich hab ehrlich gesagt nicht damit gerechnet, dass es Menschen gibt, deren Lieblingslied von Scooter ist. Irgendwie würde ich es am ehesten Herrn Eggers zuordnen.

Sweet Child O‘ Mine – Guns N‘ Roses: Super Band, super Song. Ich mag die Intromelodie sehr. Die Stimme vom Sänger ist auch nice. Mehr kann man dazu nicht sagen. Auch wenn ich Herrn Meyer absolut nicht kenne und einschätzen kann, würde ich ihm dieses Lied zuordnen.

Der Traum ist aus – Ton Steine Scherben: Mal wieder ein sehr langes Lied. Ich find’s hier aber irgendwie nicht schlimm. Die Band ist mir erst seit einem Referat, was ich in Musik gehalten habe, ein Begriff. Ich mag die Melodie und den Text von dem Lied schon ziemlich; hören würde ich es aber trotzdem nicht oft. So richtig zuordnen kann ich es irgendwie niemandem so richtig.

Everlong – Foo Fighters: Die Foo FIghters machen eigentlich fast durchweg gute Musik. Everlong ist eins meiner Lieblingslieder von denen, vor allem weil ich die Melodie sehr mag. Das Lied könnte zu vielen Lehrern passen. Spontan würde ich es Frau Rick zuordnen.

Carpet Crawlers – Genesis: Genesis ist eine echt gute Band, auch wenn ich die kaum höre. Dennoch kann ich mit dem Lied absolut nichts anfangen. Vielleicht ist es mir aus einfach zu ruhig. Zuordnen würde ich es Herrn Lange.

Lasse redn – Die Ärzte: Selbst wenn einem Die Ärzte sonst kein Begriff sind, kennt man dieses Lied meistens. Es ist nicht das stärkste Lied von den Ärzten, aber dennoch gut. Es gibt viele unterschiedliche Arten von Menschen, die Die Ärzte hören, also könnte es ungefähr jeder Lehrer sein, spontan würde ich es aber Herrn Weber zuordnen.

Bicycle Race – Queen: Das ist definitiv ein Lied von Queen, was ziemlich schnell zu einem Ohrwurm führt. Mein persönlicher Favorit von Queen ist es nicht, aber gut ist es auf jeden Fall. Es könnte aber halt auch ungefähr jeder hören.

Erzähl mir nichts – Matze Rossi: Noch so ein Künstler, mit dem ich in dieser Playlist nicht gerechnet habe, auch wenn ich ihn selbst erst seit kurzem kenne. Ich mag das Lied, ich mag Matze Rossi. Bei den Tipps der anderen Schüler wird bisher Herr Gewald am häufigsten genannt und vielleicht stimmt es auch. Ich kann es absolut nicht einschätzen.

Learn To Fly – Foo Fighters: Noch ein „Foo Fighters“-Lied, eins der besten sogar. Meiner Meinung nach hat es eine sehr eingängige Melodie und ich mag den Text. Zuordnen würde ich es Herrn Riepel.

Happy – Pharrell Williams: Als das Lied neu und aktuell war, gehörte es zu meinen Lieblingsliedern. Aber mittlerweile hat sich mein Geschmack echt sehr geändert und ich höre das Lied so gut wie gar nicht mehr. Mal wieder gibt es viele Möglichkeiten, wessen Lieblingslied dieses Lied ist. Aber vielleicht ist es ja das von Herrn Kötke.

Das war jetzt meine Einschätzungen zu vielen Liedern in dieser Playlist, wessen Lieblingslied es jeweils sein könnte. Wahrscheinlich sind einige meiner Vermutungen komplett falsch, wenn nicht sogar alle, aber ich hatte Spaß daran, mir das zu überlegen.

Obdachlose in Corona-Zeiten

Gabenzaun in Bremen (Sielwall).

In heutigen Corona-Zeiten hört man von überall “Bleibt zu Hause“. Was tut man nun aber, wenn man obdachlos ist, das heißt, gar kein zu Hause hat?

In den letzten Jahren ist die Zahl der Obdachlosen in Deutschland deutlich angestiegen. 2006 gab es nur 15.000 Obdachlose, bis 2012 waren es bereits 30.000 und bis 2016 sogar 50.000. Dass es nun so viele Obdachlose gibt, wie schon länge nicht mehr, ist vor allem mit Blick auf Auswirkungen des Corona-Virus ein sehr großes Problem. Viele Einrichtungen, in denen sich Obdachlose normalerweise Essen hole oder sich waschen können, haben nun geschlossen, weil die Ansteckungsgefahr zu hoch ist. Da die Hygiene dementsprechend schlecht ist, können sich die Obdachlosen leicht anstecken. Außerdem sind kaum noch Passanten unterwegs, die den Obdachlosen Geld geben können. Deswegen fehlt ihnen auch das Geld, um sich etwas zu Essen zu kaufen. Da aber auch viele Essensabgabestellen wie die Tafeln schon geschlossen haben, können die Obdachlosen oft mehrere Tage lang nichts essen, was ihr Immunsystem schwächt. Aufgrund dieser Faktoren ist das Corona-Virus für Obdachlose sehr gefährlich. Doch zum Glück gibt es Hilfen. So gibt es zum Beispiel u.a. in Hamburg, Bremen und mittlerweile auch in vielen anderen Städten Gabenzäune, an die Leute Tüten mit Essen, Kleidung, Hundefutter u.a. hängen können.

Es gibt auch die Organisationen, die auch in diesem Zeiten versuchen, Obdachlosen beizustehen, wie Verein „Help Dunya“. Diese verteilt Essen, Trinken und Parfüm an die Obdachlosen. Das Parfüm enthält zu 80% Alkohol und kann als Desinfektionsmittel benutzt werden. Mitarbeiter von Hilfsorganisationen fordern, dass Hamburg und andere Städte sich ein Beispiel an London und Berlin nehmen soll: In London wurden 300 und in Berlin 350 Übernachtungsplätze in Hotels und Jugendherbergen für Obdachlose zur Verfügung gestellt. Dort können sich die Leute waschen, ausruhen und mit Essen versorgt werden. Dies sei auch eine Lösung für Hamburg, meint Christiane Hartkopf, die Leiterin der Tagesstätte für Obdachlose Alimaus. Auch die Organisation Gobanyo hilft nun: Sie hat eine Petition gestartet, die eine dezentrale Unterkunft von Obdachlosen fordert. Innerhalb von 3 Tagen haben bereits 10.300 Menschen unterschrieben. Jedoch regierte die Sozialbehörde auf diese Forderung noch nicht.

Stephan Karrenbauer, ein Sozialarbeiter beidem Magazin „Hinz und Kunz“ meint, dass es eine Zentrale Koordinierungsstelle für Obdachlose geben müsse. Er sagt außerdem, dass ihre Sorge nicht sei, sich selbst anzustecken, sondern die Obdachlosen anzustecken. Nur deshalb hätten sie den Verkauf des Magazins eingestellt. Viele Obdachlose beschäftigt auch die Frage „ Wohin sollen wir, wenn es eine Ausgangssperre gibt?“ Eine Antwort darauf gebe es noch nicht.

Die Obdachlosen sind somit eine Gruppe, die in diesen Zeiten sehr schlecht dran ist und viel Hilfe benötigt. Doch diese Hilfe kann die Regierung nicht allein geben. Jeder von uns hat die Möglichkeit, Obdachlosen zu helfen, und sei es auch nur, indem man die Petition von Gobanyo unterschreibt.