Vegetarisch leben – für den Trend oder für das Tier?

Eine vegetarische Ernährung ist lange nichts Ungewöhnliches mehr. Tatsächlich gilt es fast schon als normal, hinsichtlich der Tatsache, dass das Thema Fleischkonsum in den letzten Jahren immer wieder diskutiert wurde – und dass nicht nur im Privaten oder in der Politik, sondern auch auf Social-Media Plattformen, auf denen Ernährungsweisen wie vegetarisch oder vegan mittlerweile als ein Statussymbol gelten. Nicht selten stellt man sich die Frage: Wird da für das Tier oder für den Trend auf Fleisch verzichtet?

Aber ist es überhaupt so einfach, seine gesamte Ernährungsweise spontan umzustellen?

Meine Familie hat es ausprobiert – von jetzt auf gleich – und einem Monat lang dem Fleisch nachgehungert. Unser Leben vorher: Viel Ausdauersport, drei Kinder im Wachstum, lange Arbeitstage und eine Ernährung mit Fleisch. Unser Leben während des Experiments: Viel Ausdauersport, drei Kinder im Wachstum, lange Arbeitstage und eine Ernährung ohne Fleisch.

Wieso haben wir uns überhaupt für das Experiment entschieden?

Das Problem der Massentierhaltung ist allseitig bekannt, genauso wie die Verbindung zum voranschreitenden Klimawandel. Fleisch- und Fischverzehr muss nicht mit Problemen verbunden sein, ist es heutzutage aber oftmals trotzdem. Die negativen Auswirkungen auf Umwelt und Tier haben uns so dazu motiviert, etwas dagegen zu unternehmen, und wenn es nur für einen Monat sein sollte.

Welche Erfahrungen haben wir gemacht?

Es dauert eine Weile, bis man eine Mahlzeit ohne Fleisch als komplett ansehen kann. Vor allem in den ersten Tagen hatten wir oftmals das Gefühl, nicht vollständig satt zu werden. Unser Körper ist Fleisch als natürlichen Nährstofflieferanten gewöhnt: Eiweiß, Eisen und Vitamine sind vor allem für Sportler wichtig, denn sie liefern die Kraft, die zum Beispiel beim Rennradfahren oder Laufen benötigt wird. Beides sind Sportarten, die in meiner Familie stark vertreten sind. Doch auch überhaupt etwas auf den Teller zu bringen, das vielfältig ist, war zu Beginn schwierig. Während wir vorher eine Mahlzeit vom Fleisch ausgehend planten, mussten wir dies nun von den eigentlichen Beilagen tun. Ob das Würzen, die unterschiedlichen Geschmäcker oder die Verdauung – den Mittelweg zu finden, bei dem jeder zufrieden war, erwies sich als schwieriger als gedacht. Trotzdem haben wir nicht aufgegeben und somit auch einiges bei der Umstellung gelernt:

Der Monat war eine gute Möglichkeit, um neue Rezepte auszuprobieren und von altbekannten, fleischhaltigen Gerichten abzulassen. Denn lediglich das Entfernen einer Zutat vom Teller kann dazu führen, dass unsere Ernährung nicht mehr ausgewogen ist. Es gibt zwar Fleischersatzprodukte wie Tofu oder sogenannte „Schinkenspicker“ auf der Basis von Ei, Weizen oder Soja, die ebenfalls als Proteinquelle dienen oder reich an ungesättigten Fettsäuren sein können, doch wir fanden es spannender, in unseren Rezepten natürliche Ersatzprodukte zu verwenden. Unser Tipp: Hülsenfrüchte wie rote Linsen oder Kichererbsen sind besonders gut als Hackfleischersatz in Bolognese oder Chili sin Carne geeignet. Sie enthalten im Trockenzustand mehr Proteine als ein Stück Fleisch und sättigen uns durch diverse Ballaststoffe. Genauso wirken sich die enthaltenen Mineralstoffe positiv auf unsere Gesundheit aus.

Letztendlich gilt aber auch beim vegetarischen Kochen: Es gibt keine Vorgaben. Manchmal muss man auch einfach mal etwas Neues ausprobieren und in Aufläufen, Suppen oder Salaten lassen sich fast alle Gemüsearten verarbeiten.

Ein paar Beispiele:

Experiment beendet – was jetzt?

Von fünf Personen behalte letztendlich nur ich den vegetarischen Lebensstil bei. Gewohnheiten lassen sich nun einmal nicht so einfach ablegen, aber vielleicht müssen wir das auch gar nicht komplett. Vielleicht können wir bei unserer Fleischauswahl auch einfach auf Biosiegel und hochwertige Qualität achten, was zwar teurer sein mag, uns aber auch dazu motivieren könnte, das Stück Fleisch am Abend wieder als Sonntagsbraten anzusehen oder unsere Käsespieße nicht mit Wurst und Käse, sondern nur mit Weintrauben und Käse zuzubereiten. Und auch ein „Veggie-Day“ pro Woche ist eine Idee für eine Einführung in der Familie, die dabei helfen könnte, den Fleischkonsum etwas zu reduzieren. Denn das ist es, was Mensch und Tier brauchen, um auch in Zukunft in geeigneten Bedingungen auf der Erde leben zu können.

Nachwuchs-Autorin unserer Schule stellt sich vor

In diesem englischsprachigen Interview möchten wir euch einen Fantasy-Roman, „Cyan“, und die Autorin dahinter vorstellen. Hauptsächlich geht es um den Schreibprozess, zudem erfahrt ihr etwas über die Geschichte an sich sowie über Mariel, die demnächst Schülerin der Oberstufe unseres Gymnasiums sein wird.

Liebe Mariel, wir freuen uns sehr darüber, dass du dich für das Interview zur Verfügung gestellt hast, und wünschen dir viel Erfolg und begeisterte Leser*innen.

Wir danken an dieser Stelle auch Paula Debbeler aus der „Lese- und Schreib-AG“, die uns bei der Vorbereitung des Interviews unterstützt hat.

Alle, die nach dem Interview den Roman lesen möchten, klicken auf diesen Link:

https://tapas.io/series/CYAN7/info

Bullet Journal – Was ist das?

Du hast eventuell schon einmal von einem Bullet Journal (kurz: BuJo) gehört und dich vermutlich gefragt, was das eigentlich ist, oder du hast auf Social Media Plattformen das Bullet Journal eines Anderen gesehen und willst jetzt so richtig durchstarten? Du kannst dich glücklich schätzen, denn dann ist dieser Artikel der perfekte Guide dafür!

Was ist ein Bullet Journal?

Ein Bullet Journal ist eine Mischung aus Kalender, Notizbuch und Tagebuch. Nicht wundern! Wenn du dir eins kaufst, wirst du nur auf leere Seiten stoßen, denn du musst es komplett selbst gestalten. Auch wenn es manchmal schwer zu glauben ist, die Kunstwerke, die du siehst , wenn du „Bullet Journal“ in die Suchleiste eintippst, kommen nicht aus dem Drucker, sondern sind handgemacht.

Oft gibt es Seiten mit Sprüchen, die einfach nur zur Verzierung dienen.
Dieses Bild ist inspiriert von https://www.instagram.com/p/BvWVQ4yji58/

Die häufigsten Seiten, die eigentlich ein Bullet Journal ausmachen, die auch in fast jedem zu finden sind, sind „Habit- und Moodtracker“, „Weekly Spreads“ und Notizseiten (z.B.: „Meine Lieblingsfilme“).

Das Wesentliche

  • Der Habit Tracker

Eine der wichtigsten Seiten im Bullet Journal ist der Habit Tracker. Das Wort „habit“ ist Englisch und lässt sich mit „Gewohnheit“ übersetzen. Wie der Name schon sagt, benutzt man diese Seite dafür, sich Gewohnheiten anzutrainieren, wie zum Beispiel regelmäßig etwas zu trinken etc. Diese Seite kann dir dabei helfen, dein Leben zu organisieren, wird aber leicht zur Last, wenn du deine Ziele zu hoch steckst.

  • Der Mood Tracker

Mit dieser Seite hältst du eigentlich nur fest, wie deine Stimmung an bestimmten Tagen war. Sie hilft dir, einen Überblick über dein Leben zu behalten. Vielleicht bemerkst du, dass du nicht so glücklich bist, wie du denkst, und kannst etwas dagegen tun. Hauptsächlich macht es aber Spaß, jeden Tag ein Kästchen anmalen zu können. Wie eine Checkliste, mit der man ankreuzen kann, dass ein weiterer Tag erlebt wurde.

  • Die Wochenübersicht „Weekly Spread“

Die Wochenübersicht wird meistens als Tagebuch genutzt. Sie ist auch sehr gut dafür geeignet, Termine, To Dos und mehr einzutragen.

Diese drei Seitenformen sowie ein Kalender für das ganze Jahr, Titelseiten und eine Symbollegende sollten eigentlich in jedem Bullet Journal zu finden sein. Das müssen sie aber nicht, denn schließlich kannst du die Seiten so gestalten, wie du es möchtest.

Dein Erstes Bullet Journal

Material

Bevor du jetzt einfach loslegst, aufgepasst! Es ist wichtig, schon beim Kauf des Buches auf Qualität zu achten. Empfehlenswert sind Bücher mit „Dot Grid“, einem Punktegitter. Die ganze Punkte sollte am besten 0,5cm auseinander sein, damit du nicht die Kästchen nachzählen musst, sondern ein Lineal nehmen kannst.

Außerdem ist es wichtig, dass du auf die Dicke des Papiers achtest: Wenn es zu dünn ist, werden deine Stifte durchdrücken. Eine der beliebtesten Bullet Journal Marken ist Leuchtturm1917.

Die Stifte, mit denen du diese schönen Überschriften lettern kannst, heißen „Brush Pens“, also Pinselstifte und genau das sind sie auch. Die beliebtesten sind wohl Tombows. Für Anfänger sind aber die Brushpens von Edding zu empfehlen, da ihre Spitze etwas härter ist. Natürlich gibt es noch sehr viel mehr Stifte, aber diese hier sind sehr beliebt.

Andere Stifte, die du brauchen könntest, sind Fineliner. Am besten sind die Micron Pigma von Sakura. Bleistifte sind natürlich auch wichtig, vor allem zum Vorzeichnen. Um etwas Weißes zu zeichnen, sind weiße Gelstifte sehr gut geeignet. Zum Ausmalen oder Doodeln (Doodle = stark vereinfachte Zeichnung) sind Filzstifte gut geeignet, aber die Brush Pens gehen natürlich auch.

Ich würde zusätzlich empfehlen, ein Notizbuch oder Ähnliches bereitzuhalten, denn wenn man einfach so loslegt, kann es leicht zu Fehlern kommen.

Anfangen

In diesem Notizbuch notierst du am besten die Reihenfolge der Seiten. So kannst du die Reihenfolge noch ändern, falls du dir etwas anders überlegst oder etwas vergessen hast. Außerdem kannst du Stifte und Designs ausprobieren und Seitenideen aufschreiben.

Sehr geholfen hat mir auch das Internet. Besonders auf YouTube und Instagram gibt es sehr viel zum Thema Bullet Journal. Mir gefällt besonders YouTube Kanal von LadiesLounge. Nicole erklärt in ihren Videos, wie man am besten anfängt, welches Material am besten ist und zeigt viele Designs. Neben ihrem Kanal hat sie auch ihre eigene Website mit einem täglichen Newsletter rund ums Thema Bullet Journal. Das ist natürlich nur meine persönliche Empfehlung, am besten du bildest dir eine eigene Meinung und suchst einfach direkt nach dem, was du wissen möchtest.

Dranbleiben

Für mich ist es manchmal sehr schwierig, Motivation dafür aufzubringen, weiterzumachen. Manchmal suche ich mir zu komplizierte Designs aus und habe dann einfach keine Luste mehr, aber das Bullet Journal hilft mir sehr, mein Leben zu organisieren. Es hilft mir, mir meine Termine zu merken, die Schularbeit zu schaffen und von schlechten Gewohnheiten loszuwerden, denn dadurch, dass ich sehe, dass mein Habit Tracker nicht angemalt ist, wird mir klar, dass ich mich mehr darum kümmern muss. Außerdem ist das Gefühl, diese Kästchen auszumalen, sehr schön. Es ist wie ein Lob. Also denk dran: Übung macht den Meister und gib nicht auf.

Hier geht es zu meinem letzten Artikel: Frösche in Not!

Top 10+1 Alben 2020

Als ich die Alben für diesen Artikel zusammengetragen habe, habe ich mich mal wieder gewundert, wie viel dieses Jahr veröffentlicht wurde. Dadurch war es mir ein Leichtes, diese Top 10+1 Alben zusammenzustellen. Warum 10+1? Naja, ich finde, dass Live-Alben nicht so ganz als „neue“ Alben zählen, weil da ja nur Lieder drauf sind, die es vorher schon gab. Allerdings sollten gute Live Alben trotzdem erwähnt werden. Eine genaue Rangfolge kriege ich nicht hin, weshalb ich die Alben in diesem Artikel in einer zufälligen Reihenfolge angeordnet habe.

Alles in allem war dieses gesamte Jahr 2020 zum Glück sehr reich an Musik, die jeder Zeit ziemlich gut durch die Coronazeit half; egal ob nun einfach so auf Spotify und auf Youtube oder mal von der aufgelegten Schallplatte. Worüber ich mir beim Hören der Alben allerdings nie wirklich Gedanken mache und weshalb es etwas gedauert hat, diesen Artikel zu schreiben, ist, warum genau ich die Alben mag und wie ich das am besten in Worte fasse.

Donots – Birthday Slams (Live):

Dieses Album ist gerade mal Anfang Dezember erschienen und dennoch war es schon nach kurzer Zeit eines meiner Lieblingsalben, auch wenn das Anhören etwas schmerzt, weil es mich an die vier schönen Konzerte erinnert, die ich im vorletzten Jahr besucht habe. Die Mischung der Songs aus den verschiedenen Städten, Berlin, Hamburg, Düsseldorf, Wiesbaden und Ibbenbüren, in denen die Birthday-Slam-Konzerte stattfanden, ist sehr gut gelungen, auch wenn das Publikum der einzelnen Städte unterschiedlich laut abgemischt zu sein scheint. Gerade bei den Songs aus Ibbenbüren, einem Konzert, bei dem ich dabei war, habe ich immer direkt wieder den Abend vor Augen und muss sofort lächeln.

Von Wegen Lisbeth – Live in der Columbiahalle Berlin:

Ein weiteres Album, welches ebenfalls mit Konzerterinnerungen verbunden ist, über die hier ja auch zu lesen war. Das Livealbum ist auf jeden Fall sehr gut gelungen und auch in Videoform auf YouTube zu finden.

ENGST – Schöne Neue Welt:

ENGST gehört zu den Bands, die ich erst Anfang diesen Jahres so richtig für mich entdeckt habe. Bevor das Album am 30.Oktober erschien, gab es bereits ein paar Singles. Als erstes ‚Wieder da‘, ein Song, der, wie ich finde, sehr gut die Einstellung vieler Punk-Bands darstellt. Mein Lieblingssong des Albums ist ‚Alle tragen Schwarz‘, ein Song, der sich damit beschäftigt, was passiert, wenn Menschen aufgrund von Mobbing oder anderen Problemen keinen Ausweg mehr sehen. Was mich an diesem Song in gewisser Weise gefreut hat, ist, dass auch angesprochen wird, wie die Verursacher der Probleme dann plötzlich so tun, als hätten sie nichts getan und am Ende ohnehin alles vergessen wird, bis es wieder einen Vorfall gibt. Von den restlichen Songs möchte ich noch ‚Zu Hause‘ und ‚Denkst du noch an mich‘ hervorheben. Allerdings ist das Album insgesamt einfach sehr gut und ich mag alle Lieder.

Die Ärzte – HELL:

Ein Album, auf das ich mich gefreut habe, seit klar war, dass es kommen würde. Die erste Single, ‚Morgens Pauken‘, fand ich nicht wirklich überzeugend und das Lied ist für mich auch immer noch das schwächste des Albums. Dennoch ist das Album insgesamt ein ziemlich langes Kunstwerk, in dem auch ‚Morgens Pauken‚ nicht fehlen darf. Da ist es fast schwer, einen Song als Favoriten rauszupicken. Der Song, den ich vom Album aber am meisten höre, ist ‚Woodburger‘.

Provinz – Wir bauten uns Amerika:

Provinz gehört ebenfalls zu den Bands, die ich dieses Jahr für mich entdeckt habe, was vielleicht beim ersten Lied auch ein bisschen an der Stimme des Sängers lag, da ich diese sehr gut fand. Ich liebe die Musik von Provinz sehr und kaum, nachdem ich das Album das erste Mal gehört hatte, ist die Band auf meiner Liste mit Künstlern, die ich live sehen will, gelandet. Die Lieder auf dem Album haben einfach megagute Texte und sind aufgrund der treibenden Melodien für mich eigentlich alle sehr mitreißend. Meine Lieblingssongs des Albums sind ‚Diego Maradona‘ und ‚Du wirst schon sehen‘, aber eigentlich ist das Album als Gesamtwerk einfach klasse und ich liebe es, die Platte, die einfach ORANGE ist, immer wieder aufzulegen.

Fynn Kliemann – POP:

Ich verfolge Fynn Kliemann schon seit den Videos, in denen seine GoPro noch immer umgefallen ist. Somit war 2018 auch klar, dass ich mir sein 1. Album, ‚Nie‘, kaufe. Am 29.5.2020 erschien dann sein 2. Album, ‚POP‘. Ein paar Monate später kamen meine CD und meine Vinyl bei mir an. Zu diesem Album könnte ich jetzt einerseits unfassbar viel schreiben, andererseits fällt es mir auch schwer in Worte zu fassen, warum das Album so besonders ist. Runtergebrochen kann ich auf jeden Fall sagen, dass seit der Veröffentlichung der Song ‚Regen‘ mein Lieblingssong des Albums ist, was vor allem am Text liegt, da ich mit dem darin Angesprochenen sehr viel verbinden kann bzw. es auf meine Sicht umdenken kann. ‚Alles was ich hab‘, mein 2. Lieblingslied, ist im Gegensatz zu den meisten anderen Songs des Albums weitaus treibender und dadurch für mich auch ein toller Kontrast gegenüber ‚Regen‘.

Changes – Ilse DeLange:

Fan von Ilse DeLange bin ich eigentlich schon seit einiger Zeit, aber erst durch ihre Teilnahme an der Sendung ‚Sing meinen Song‘ habe ich angefangen, ihre Musik auch bewusster und regelmäßiger zu hören. Das Album ist vor allem deswegen in diesem Ranking gelandet, weil es für mich eine gute Mischung aus eher schnelleren und treibenderen Songs, wie ‚Way Back Home‘ und eher langsamen und ruhigen Songs wie ‚Old Sweater‘ darstellt. Darüber hinaus mag ich auch die Texte aller Songs sehr.

Anti-Flag – 20/20 Vision:

Über die Zeit hörte ich immer wieder was von Anti-Flag gehört, beschäftigte mich aber nie wirklich mit der Band und deren Musik. Das änderte sich aber mit der ersten Single des Albums, Christian Nationalist‚ da ich diese sehr mochte. Insgesamt ist das Album einfach sehr treibend und macht Bock auf Moshpits und Konzerte.

Radio Havanna – VETO:

VETO ist, glaube ich, das Album, was mich über das letzte Jahr am meisten begleitet hat, was zum einen daran lag, dass es bereits Mitte Januar 2020 raus kam und von der Band ist, von der ich mein letztes Konzert vor dem ersten Lockdown besucht habe. Zum anderen liegt es aber auch daran, dass es meiner Meinung musikalisch sehr gelungen ist und außerdem textlich sehr überzeugen kann. Eigentlich mag ich alle Songs auf dem Album, allerdings möchte ich vor allem ‚Helden‘, ‚Immer noch da‘ und ‚Schatten‘ hervorheben. Thematisch am meisten zu mir passend ist der Song ‚Chaoskind‚, da er einfach Dinge beschreibt, die mir schon so oder ähnlich im Leben passiert sind.

Smile and Burn – Morgen Anders:

Smile and Burn haben mich vorher irgendwie nicht sehr interessiert, da mir ihre englische Musik nicht so sehr gefiel. Als ich dann hörte, dass sie ein deutsches Album machen würden, dachte ich mir, dass ich dem ganzen noch einmal eine Chance geben könnte. Skeptisch war ich immer noch, aber direkt beim ersten Hören mochte ich das Album. Ich wurde also nicht enttäuscht. 🙂 Die Songs gefallen mir alle, aber von Anfang an war ‚Mit allem falsch‘ mein Favorit. Dazu gesellten sich mit der Zeit dann noch ‚Die schönsten Bilder‘ und das titelgebende Lied des Albums, also ‚Morgen anders‘.

Biffy Clyro – A Celebration Of Endings:

Die Musik von Biffy Clyro ist mir mehr oder weniger zufällig irgendwann im ersten Lockdown „in die Hände gefallen“ und ich fand schnell einige Lieblingslieder und wurde Fan. Als dann im August das Album kam, brauchte ich erstmal ein wenig, um so richtig damit warm zu werden, aber letztendlich gefällt es mir doch ziemlich gut. Es gibt zwar einige Songs auf dem Album, die ich nicht so sehr mag, wenn ich sie einzeln höre, die aber ins Gesamtbild des Albums passen. Meine Favoriten des Albums sind ‚Instant History‘ und ‚Space‘.

Ich hoffe mal, dass das nun schon etwas laufende Jahr auch wieder viel gute Musik bereithält, die dann auch in Form von Platten oder CDs einen Weg zu mir findet.

“Es muss in dir brennen, was du in anderen entzünden willst” – Interview mit unserem Schulleiter (Teil 2/2)

Seit April 2020 haben wir nun schon einen neuen Schulleiter, Herrn Langen, den wir euch in diesem Artikel vorstellen und als Person näherbringen wollen. Ende November 2020 haben wir, Jennifer (J) und Merle (M), das nachfolgende Gespräch mit ihm geführt. Da Herr Langen so freundlich war, sich Zeit für unsere Fragen zu nehmen, sodass wir ihm einige stellen konnten, haben wir das Interview in zwei Teile aufgeteilt: In Teil 1 geht es vor allem um Herrn Langens berufliche Laufbahn sowie seine Haltungen zu Fragen des Schulalltags. In Teil 2 gibt Herrn Langen einen Einblick in seine Schulzeit und ihr erfahrt mehr über ihn als Privatperson.

J: Eine Frage, die alle von uns im Laufe unserer Schulzeit beschäftigt, ist die, was nach dem Abitur kommt. – Wann haben Sie eigentlich gemerkt, dass Sie Lehrer werden möchten?

L: Die Frage finde ich sehr spannend, weil ich auch selbst sehr intensiv darüber nachgedacht habe. Es ist so: Wenn Sie wissen wollen, wann für mich definitiv klar war, dass ich mich für dieses Studium einschreiben möchte, war das in Klasse 11. Das weiß ich noch relativ genau. Es war die Zeit, als ich gegenüber meinen Freunden, meinen Eltern zum ersten Mal konkret ausgedrückt habe, Gymnasiallehrer werden zu wollen. Wenn ich in meine Kindheit zurückblicke: Bereits da habe ich schon gern Schule gespielt. Ja, ich war auch gerne in der Lehrpersonen-Rolle. Mit Gruppen habe ich im Jugendalter gern zusammengearbeitet, habe gerne im Fußballverein eine Mannschaft trainiert. Ja, das hat mir Freude bereitet.

M: Wie kombinieren Sie denn Ihren langen und intensiven Arbeits- und Berufsalltag mit Ihrem Privatleben und Ihrer Freizeit? Und was machen Sie in Ihrer Freizeit?

L: Innerhalb der Woche habe ich in der Schule natürlich eine hohe Präsenz, sodass für Freizeitaktivitäten da nicht so viel Zeit bleibt. Am Freitagabend spiele ich in einer Freizeitgruppe gern Fußball. Das ist für mich ein sehr schöner sportlicher Wochenausklang. Am Wochenende unternehme ich gern etwas mit meiner Familie. Ich habe eine zehnjährige Tochter und einen sieben Jahre alten Sohn. Mit denen spiele ich auch gerne Fußball oder wir beschäftigen uns mit Gesellschaftsspielen. Als Ausgleich laufe ich und ich widme mich der Lektüre. Naja, so ganz spektakuläre Freizeitaktivitäten habe ich nicht zu bieten.

J: Was war damals in der Schule ihr Lieblingsfach?

L: Geistesgeschichtliche Fächer wie Geschichte, Deutsch, Erdkunde, Religion haben mir immer Freude bereitet. In anderen Fächern hing es auch mal von der Lehrkraft  ab.

J: Warum haben sie sich dann schlussendlich für Deutsch und katholische Religion entschieden, als sie angefangen haben zu studieren?

L: An Religion hatte mich Folgendes gereizt: Ich finde diese Frage nach Gott und seinen Bezug zu den Menschen, zur Welt immer noch eine der spannendsten. Die Frage nach einem Dasein, das diese ganze Wirklichkeit noch einmal übersteigt und letzten Endes auch umfasst, finde ich sowohl aus theologischer als auch aus philosophischer Sicht eine unheimlich spannende Frage und wie sich die Beantwortung dessen auf unsere Wirklichkeit auswirkt. Also ich habe mich im Studium zum Beispiel  sehr viel mit bioethischen Themen beschäftigt, mit Kirchengeschichte oder auch der Bibelexegese. Hinsichtlich der Germanistik hatte ich bereits ein Grundinteresse an aktueller, aber vor allem auch historischer fiktionaler Literatur. Schließlich ist Literatur eine sehr künstlerische Form, mit den Gegebenheiten der Zeit umzugehen. Sich damit kritisch auseinanderzusetzen, bereitet mir Freude. Und dann sind es letztendlich die zwei Fächer geworden und ich bin auch sehr glücklich damit, muss ich sagen. Ich unterrichte sehr gerne und es macht mir immer noch eine große Freude, Kinder oder junge Erwachsene dafür zu begeistern.

M: Woran aus Ihrer Schulzeit erinnern Sie sich gerne und woran eher nicht?

L: Also, ich erinnere mich gerne, an die Zeiten, wo wir eine gute Klassengemeinschaft hatten oder tolle Klassenfahrten. Ich erinnere mich sehr gerne an gewisse Lehrpersonen, die es geschafft haben, mein Interesse für Bereiche zu wecken, wo es Freude gemacht hat, im Unterricht zu sitzen und wo man nach der Stunde in die Pause gegangen ist und gedacht hat, wow, heute habe ich wirklich etwas mitgenommen Daran erinnere ich mich sehr, sehr gerne zurück und auch daran, dass wir es in unserem Abiturjahrgang geschafft haben, noch in Kontakt zu bleiben. Es kommen heute noch immer etwa 85 Leute bei den in einem fünfjährigen Turnus stattfindenden Wiedersehensreffen zusammen.

Woran erinnere ich mich nicht gerne zurück? Schwierig empfand ich es immer, wenn vereinzelt Lehrpersonen eine Stoffvermittlung durch psychisch aufgebauten Druck durchzuführen. Aber ich glaube, solche Lehrertypen findet man heute gar nicht mehr.

J: Wir müssen da auch jetzt nicht ins Detail gehen. Wir wollen Ihnen nicht zu nahe treten, es war uns nur wichtig, zu zeigen, dass es natürlich auch Punkte in der Schule gibt, die nicht supertoll sind.

L: Das ist der genannte Aspekt, und obwohl ich damit in der Regel gut zurechtgekommen bin, meine übrigens Mitschüler auch, hat Schule angstfrei stattzufinden.

J: Kommen wir nun zu komplett anderen Fragen: Haben Sie ein Lebensmotto, das Sie vielleicht mit uns teilen können?

L: Mein Lebensmotte lautet: “Es muss in dir brennen, was du in anderen entzünden willst”. Das ist ein Satz, der stammt von Aurelius Augustinus, einem Philosophen und Kirchenlehrer der lateinischen Antike. Wenn ich nicht selber von etwas begeistert bin und mir etwas nicht wichtig ist, kann ich es nicht gut vermitteln. Denn ich möchte den Schülerinnen und Schülern nicht nur etwas beibringen, sondern ich möchte Sie auch dafür begeistern.

M: Würden sie gern einmal ihre Arbeit mit der Arbeit der Bundeskanzlerin tauschen und wenn ja, was wäre so ihr wichtigstes oder erstes Anliegen, was sie dann in Angriff nehmen würden?

L: Nun, Frau Dr. Merkel hat ja einen Doktor in dem Fachgebiet Physik, deswegen könnte ich mir vorstellen, dass sie es vielleicht schwierig finden würde, in Deutsch und katholischer Religion zu unterrichten. Jetzt, wenn ich es so bedenke: Für einen Tag fände ich es durchaus reizvoll, die Entscheidungsträger anderer Staaten zu treffen. Doch, wenn ich bedenke, was eine Bundeskanzlerin gerade für Verantwortung trägt und dass diese Verantwortung, die Frau Merkel derzeitig ja nicht nur für Deutschland, sondern auch für Europa zugesprochen wird, ist gerade sehr bedeutsam. Ich einen sehr großen Respekt vor der Arbeit von Frau Merkel, sodass ich nicht leichtfertig sagen würde, das könnte ich jetzt auch. Gerade mit Blick auf die aktuelle Lage ist sicherlich in der Bewältigung der Corona-Pandemie nicht alles gelungen gelaufen in Deutschland. Wenn ich mir jedoch vor Augen führe, wie Deutschland von unseren politischen Vertretern bisher durch die Corona-Pandemie geleitet wurde, kann man sehr zufrieden sein.

J: Dann kommen wir jetzt noch zu einer Frage, die sich mehr um die Gesellschaft allgemein und die LGBTQI*-Gemeinschaft dreht. Wie glauben Sie, kann man den Schulalltag für diese Menschen vielleicht noch angenehmer gestalten und wie kann man ihnen allgemein einen Raum in der Gesellschaft bieten?

L: Meine Erfahrung mit Diversität ist, dass immer noch Schülerinnen und Schüler, die zum einen eine gleichgeschlechtliche Orientierung haben oder auch das Empfinden haben, im falschen Körper zu sein, durchaus mit Ängsten, z.B. mit der Angst vor Vorurteilen oder so, zu tun haben. Das bedauere ich sehr, weil wir im 21. Jahrhundert es schaffen sollten, dass wir, wie es auch im Grundgesetz steht, jeden Menschen als Menschen sehen. Solange man mit seiner Einstellung nicht die Freiheitsrechte anderer Menschen negativ beeinträchtigt, hat man das Recht, in dem Sinne zu leben, wie es einem seine Natur vorgibt, weil wir unserer Natur folgen müssen. Wir können nicht wider unserer Natur handeln! Ansonsten ist es so, dass wir es in der modernen Gesellschaft, schaffen sollten, Menschen erstmal auch menschlich zu begegnen, so würde ich es formulieren, offen zu begegnen und sie nicht gleich zu stigmatisieren.

M: Dann haben wir jetzt noch eine letzte Frage: Wenn Sie eine berühmte verstorbene Person treffen könnten, welche wäre das?

L: Schwere Frage. Das Problem ist ja, es gibt viele interessante Menschen, bei denen ich erstmal denken würde: Die würde ich gerne mal treffen. Es ist so, für mich sind Personen besonders spannend und interessant, die an Schnittstellen der Geschichte schwierige Entscheidungen treffen mussten. Ich würde gerne mit denen darüber sprechen, was in diesen Situationen für sie handlungsleitend war. Häufig sind das Menschen, die nicht vom allgemeinen Mainstream anerkannt waren, sondern eher durch ihr Andersartigsein die Welt im Ganzen beeinflusst haben.

Zum Beispiel, sicherlich bedingt durch mein Interesse an Religion, Jesus von Nazareth, wie es für ihn war, als er für sich erkannt hat oder begriffen hat, dass er nochmal eine besondere Beziehung zu diesem Göttlichen hat.

Aus der jüngeren Vergangenheit hätte ich gerne ein Gespräch mit Richard von Weizsäcker gehabt, der damals zum 40. Jahrestag des Kriegsendes eine herausragende, wesentliche Rede im deutschen Bundestag gehalten hat. Zum ersten Mal sprach ein deutscher Politiker davon, dass das deutsche Volk durch die Alliierten befreit worden sei, als es den Krieg 1945 verloren hatte. War diese Sichtweise zum Zeitpunkt der Rede durchaus noch umstritten, ist er danach und auch heute dafür berechtigter Weise sehr wertgeschätzt worden. Als ich in Ihrem Alter war, endete ungefähr die Amtszeit von Richard von Weizsäcker. Für mich hat er aus diesem, aber auch aus anderen Gründen als Bundespräsidenten immer eine besondere Bedeutung gehabt.

Und so kam unser Gespräch mit Herrn Langen zu seinem Ende. Wir bedanken uns noch einmal sehr herzlich bei Herrn Langen für seine Zeit und Offenheit und hoffen, dass ihr auch weiterhin unsere Artikel mit Interesse lesen werdet.

Bleibt gesund,

Merle und Jennifer

How to „Gendersensible Sprache“

Gastbeitrag: Ein Genderguide von Emma Eilts 

Illustration: Luisa Spille
Illustration: Luisa Spille

Bis heute nutzen wir in unserem täglichen Sprachgebrauch das sogenannte generische Maskulinum. Das bedeutet, dass wir die männliche Form als Standard nutzen, damit aber alle meinen. Spricht jemand von Lehrern, Schülern oder Politikern, müssen weibliche und diverse Personen also davon ausgehen, dass sie „mitgemeint“ sind. Das man aber einfach “mitgemeint” wird, empfindet inzwischen ein nicht geringer Teil der Bevölkerung als nicht ausreichend und schlichtweg ungerecht. Eine Alternative zur Nutzung des generischen Maskulinum ist die gendergerechte Sprache. 

INTENTION

Die Intention des Genderns besteht darin, jedes Geschlecht, egal ob männlich, weiblich oder non-binary (→ In diesem GWZ-Artikel findest du noch weitere Infos dazu), auch in der Sprache sichtbar zu machen und somit allen Geschlechtern die Gleichberechtigung zu ermöglichen, welche ihnen durch das Grundgesetz gesichert wird (Artikel 3,2). Darüber hinaus soll es Rollenbilder entkräften: Gendergerechte Sprache impliziert und erinnert daran, dass alle Geschlechter gleichermaßen befähigt sind, eine Tätigkeit auszuführen. Darüber hinaus ist es wissenschaftlich mehrfach nachgewiesen, dass unsere Sprache einen Einfluss auf unsere Vorstellung einer Gesellschaft hat. Sprache kann demnach Wirklichkeit abbilden und sie verändern. Sprichst du von Manager:innen, Bauarbeiter:innen und Kosmetiker:innen, trägst du damit aktiv zur Gleichberechtigung, Wertschätzung und Repräsentation aller Geschlechter bei. 

RECHTSGRUNDLAGE

Das Gendern in keinem Gesetzbuch explizit festgeschrieben. Das Niedersächsische Schulgesetz betont jedoch die „demokratische Gestaltung der Gesellschaft“ und „Gerechtigkeit, […] Solidarität, […] Toleranz sowie […] Gleichberechtigung der Geschlechter“. Da, wie schon ausgeführt, das Gendern einen aktiven Einfluss auf die Umsetzung unser demokratischen Werte innerhalb der Gesellschaft haben kann, stimmen Richtlinien und Gesetze mit der Intention des Genderns überein. Außerdem wurde das dritte Geschlecht 2018 ins Personenstandsgesetz aufgenommen. Es ist also sinnvoll, dieses auch in der Sprache sichtbar zu machen. 

Also: Bisher gibt es noch keine Gesetze, die das Gendern vorschreiben, öffentliche Institutionen (bspw. Unis) nehmen es aber immer häufiger in ihre Richtlinien auf. Es schadet nicht, sich gendern zumindest in der geschriebenen Sprache anzugewöhnen.

UND WIE MACHE ICH DAS JETZT? 

Gendersensible Sprache ist ein noch relativ junges Phänomen und wir befinden uns mitten im Prozess. Es gibt sogesehen also auch erstmal keine „richtige“ oder „falsche“ Schreibweise. Schau dir die folgenden Möglichkeiten an und entscheide, welche dir am besten gefällt. 

1. Doppelnennungen: „Liebe Schülerinnen und Schüler“ 

2. Binnen-I: „Liebe SchülerInnen“ 

3. Splitting: „Liebe Schüler/innen“ 

→  Diese Möglichkeiten bilden das binäre Geschlechtersystem ab, d.h. eine Unterscheidung zwischen Männern und Frauen. Non-binary Personen finden hier leider keine Beachtung. 

4. Gendersternchen: „Liebe Schüler*innen“ 

5. Gender Gap: „Liebe Schüler_innen“ 

6. Doppelpunkt: „Liebe Schüler:innen“ 

→  Diese Möglichkeiten binden alle Geschlechter ab. Unterstrich, Sternchen oder Doppelpunkt können hier für eine unbegrenzte Zahl möglicher Geschlechter stehen. Der Doppelpunkt wird im Vergleich zu den anderen Möglichkeiten von elektronischen Lesesystemen als kurze Pause gelesen, was sich für Menschen mit Sehbehinderung angenehmer auf den Lesefluss ausübt.

7. Genderneutrale Personenbezeichnungen: „Mensch“, „Person“, „Elternteil“ 

8. Substantivieren: „Studierende“, „Interessierte“ 

9. Partizipien oder Passivbildungen: „Herausgegeben von“ statt „Herausgeber“; „Der Antrag ist vollständig auszufüllen“ 

→  Bei der genderneutralen Schreibweise wird die direkte Nennung des Geschlechts umgangen. Kritiker:innen sagen jedoch, dass das Ziel der Sichtbarmachung aller Geschlechter hierbei nicht erfüllt wird.

Dies sind also einige der vielen Möglichkeiten. Du kannst bei der Nutzung natürlich variieren, in der geschriebenen Sprache solltest du dich aber zumindest bei den Möglichkeiten 4.-6. auf eine festlegen. Achte außerdem darauf, dass deine Formulierungen verständlich und grammatikalisch korrekt sind. Solltest du bei einer Formulierung mal auf dem Schlauch stehen, schau gerne hier nach: https://www.geschicktgendern.de. Allgemein gilt: Es gibt nicht „die richtige“ Art zu gendern. Lass dich nicht verunsichern und finde eine gendersensible Sprache, die zu dir und deiner Zielgruppe passt. Werde kreativ und trau dich. Egal wie du es schlussendlich machst, hilfst du dabei, eine moderne Art des Genderns zu etablieren. Irgendwann wird es wahrscheinlich völlig normal sein, die Art zu gendern anzuwenden, auf die sich alle geeinigt haben. Und bis dahin denk dran: 

Rom wurde nicht an einem Tag erbaut.

Frösche in Not!

Die Amphibienwanderung in Wildeshausen

Frösche und Kröten, ein brenzliges Thema: Sind es glitschige oder doch eher kleine, niedliche Geschöpfe? Weil die Meisten, wie ihr vermutlich auch, sie eher als glitschig, vielleicht sogar eklig einstufen würden, bekommen die Tiere nun, zur Wanderungszeit, kaum Hilfe.

Und da wären wir auch schon beim Thema: Ihr kennt sicherlich die kleinen grünen Froschzäune, die von bis Mitte Februar bis Ende März am Waldrand stehen. Diese sind dafür da, um Frösche und Kröten von der Straße fernzuhalten. Denn entweder haben die Menschen es heutzutage einfach zu eilig oder es ist ihnen egal; auf jeden Fall werden sie sonst überfahren, da kaum jemand für sie hält. Die Froschzäune sollen sie davor bewahren.

Hinter den Froschzäunen sind meistens Eimer in den Boden eingelassen, in die die Frösche hineinfallen. Das ist vielleicht nicht sonderlich komfortabel, aber auch nicht gefährlich. Problematisch wird es allerdings, wenn sich zu viele Frösche bzw. Kröten in einem Eimer befinden. Dann stapeln sie sich nämlich und können leicht ersticken.

Doch warum sind die Froschzäune überhaupt notwendig? Frösche sind doch eigentlich für ihre Schnelligkeit bekannt, ein normaler Frosch schafft es, bis zu 1,5 Meter zu springen. Müssten sie denn dann nicht schnell genug weg sein, wenn sich z.B. ein Auto nähert? Ist ihnen die Gefahr nicht bewusst? Nein, das ist sie nicht. Hunderte Frösche werden allein auf einer Straße jedes Jahr überfahren. Sowohl Frösche als auch Kröten sind nach ihrer langen, immer noch nicht vollendeten Reise vom Wald zu ihren Laichgebieten, sehr erschöpft. Und besonders Kröten springen auch nicht wirklich, sondern krabbeln eher. Deswegen sind sie meistens viel zu langsam, um einem fahrenden Auto zu entkommen. Oftmals werden auch gleich zwei Frösche oder Kröten auf einmal überfahren, da sich diese zur Paarung aufeinanderstapeln. Das kleinere Männchen wird in diesem Fall vom starken Weibchen getragen.

Krötenpaar in Sicherheit.

Interview

Zu dem Thema habe ich mit meinem Vater, Frank Decker (FD), einem engagierten Amphibien-Retter, ein Interview geführt.

Die aktuelle Froschlage

Josie: Wie viele Frösche waren es dieses Jahr schon?

FD: Dieses Jahr lohnt es sich noch nicht. Es waren insgesamt ein Frosch und vier Kröten, zwei davon leider tot.

Josie: Ich habe mir aufgeschrieben, dass es letztes Jahr 1.200 waren. Werden es dieses Jahr mehr oder weniger?

FD: Das kann ich schwer sagen, weil wir ja nie die Rückwanderung im September/Oktober sehen. Eigentlich müssten genauso viele auf der Straße auftauchen wie auf der Hinwanderung zu den Laichgebieten. Da wir eine ziemlich lange Wärmephase im Frühling und Sommer hatte, könnte ich mir vorstellen, dass es dieses Jahr mehr werden.

Selbst in Aktion treten

Josie: Was machst du genau, wenn du rausgehst und die Frösche einsammelst?

FD: Die Frösche hüpfen in die Eimer oder sind am Amphibienzaun und wir bringen sie dann vorsichtig auf die andere Straßenseite in die Büsche oder dort, wo ein bisschen Laub ist. Sodass, wenn es kalt ist und sie in die Starre verfallen, dann nachts weiter wandern können. Wir sorgen dafür, dass sie die Straße überqueren können, ohne überfahren zu werden. Eigentlich tragen wir sie über die Straße. Sie ist zwar nicht stark befahren, aber die Leute achten nicht drauf, und dann sterben viele. In den letzten Jahren sind 30 – 50 % „Matsch gewesen“ und jetzt haben wir nur noch 2% Ausfälle, seitdem der Zaun da ist und wir das machen. Das ist schon eine deutliche Reduzierung der toten Amphibien oder andersherum eine deutliche Steigerung der lebenden Tiere.

Josie: Wie können andere Menschen, die hier leben, mithelfen?

FD: Die können das genauso machen. Dafür habe ich in unserer Ortsgruppe auf Facebook (Du bist Wildeshauser, wenn du,) auch einen kleinen Leitfaden geschrieben, damit die Menschen wissen, wie sie es machen müssen und wo sie die Eimer ausleeren können. Man sollte am besten die Tiere auf der anderen Seite nicht zu nah and der Straße, sondern lieber, nach Süden gedreht, in einen Busch setzen. Nach Möglichkeit nicht in Laternennähe, damit sie sich nicht sofort angezogen fühlen und dahin hüpfen. Es kann ruhig eine dunklere Stelle sein

Josie: Was sollte man nicht tun, wenn es um den Froschzaun geht? Oder um die Eimer?

FD: Autofahrer sollten nicht zu nah an den Zaun fahren. Es wäre schön, wenn die Hundebesitzer aufpassen, wo die Hunde hinmachen. Das ist für die Helfer netter. Wenn man bemerkt, dass der grüne Stoff irgendwo abgegangen ist, dass man ihn wieder anklemmt. Bitte nicht die Stangen rausziehen. Ansonsten gibt es nichts zu beachten.

Josie: Was ist, wenn viel Laub in den Eimern ist?

FD: Laub ist immer gut, damit die Tiere sich mit ihrer empfindlichen Haut nicht an den Graten im Eimer verletzen. Am besten ist es Garten- oder Plastikhandschuhe zu tragen, weil die Tiere sehr empfindlich auf Berührung reagieren. Manchmal verbleiben die Tiere eine ganze Nacht im Eimer, wenn wir z. B. um 8 Uhr abends und dann wieder um 8 Uhr morgens gehen. Dann ist Laub im Eimer nicht schlecht, weil sie nicht so schnell auskühlen, damit sie gleich weiterhüpfen können, wenn wir sie aus dem Eimer holen. Laub in den Eimern ist gut. Dann können sie sich drin verkriechen und kühlen nicht so schnell ab.

Die Organisation

Josie: Wer stellt den Zaun auf?

FD: Der Landkreis beauftragt eine Firma und die stellen die Zäune auf und bauen sie nach fünf bis sechs Wochen wieder ab, wenn die Froschwanderung beendet ist. Das erfolgt alles in Abstimmung mit dem Naturschutzbund Oldenburg.

Josie: Wann hast du zum ersten Mal gefragt, ob sie Zäune aufstellen können? Und warum wurden früher keine Zäune aufgestellt?

FD: Früher ist das gar nicht so erkannt worden. Und ich bin gar nicht auf die Idee gekommen, zu fragen, ob sie Zäune aufstellen können. Das erste Mal gefragt haben wir 2019. Und das Ganze ist sehr unkompliziert gegangen. Man muss Zahlen abgeben, damit die Person im Landkreis eine Entscheidungsgrundlage hat. Seit 2020 fragt der Landkreis bei mir an, ob ich mich wieder um die Amphibienaktion kümmern kann, und teilt mir mit, wann der Zaun aufgebaut wird. Seit diesem Jahr ist der Zaun deutlich länger, so dass noch mehr Tiere gerettet werden können.

Josie: Wie viele Frösche haben wir früher rübergetragen?

FD: Früher haben wir nie richtig gezählt. Geschätzt waren es 400 – 500 Tiere, denen wir geholfen haben. Aber viele Tiere lagen auch tot auf der Straße.

Josie: Und jetzt sind es nur noch 2 % tote Frösche?

FD: Ja, und dass sind wahrscheinlich häufig Rückläufer, die wir zu nah an die Straße gesetzt haben oder unter eine Laterne. Manchmal rufen auch die Tiere aus dem Eimern, und die Frösche fühlen sich davon angezogen. Oder es ist schon so warm ab Mitte März, dass die Straße leicht angewärmt ist, dass sie sich auch gern auf den warmen Asphalt aufhalten anstatt auf dem kühleren Boden.

Wir haben nicht nur Kröten, sondern viele verschiedene Froscharten. Teichfrösche sind oft etwas glibberig, die gleiten einem schnell durch die Finger. Manchmal sind auch kleine Lurche dabei, schwarze Lurche mit einem roten Bauch.

Insgesamt ist es schön zu sehen, was da so los ist.

Zusammenfassung

Letztes Jahr wurden hier am Waldrand rund 1200 Frösche dank eines Froschzaunes und helfenden Mitbürgern gerettet. Nur ca. 30 starben, somit liegt die Todesrate bei nur ca. zwei Prozent. Wenn du helfen willst, beachte folgendes:

  • Frage beim Nabu nach einem Froschzaun
  • Trage die Frösche und Kröten über die Straße, drehe sie in Richtung Süden und setze sie nicht zu nah and die Straße. Immer ins Dunkle, nicht in Nähe von Laternen
  • Sage deinen Eltern, sie sollen vorsichtig fahren und nicht in die Nähe der Zäune
  • Trage Handschuhe
  • Passe auf, dass die Tiere genug hydriert sind
  • Gucke oft bei den Fröschen vorbei
  • Zähle die Tiere
  • Suche dir Helfer
  • Gehe erst nach 20 Uhr oder früh morgens
  • Wenn du keine Tiere siehst, ist es vermutlich zu kalt

Hier erreicht ihr den Nabu Oldenburg:

Telefon: 0441-25600

Mail: mail@nabu-oldenburg.de

„Die Übernahme von Verantwortung reizt mich“ – Interview mit unserem Schulleiter (Teil 1/2)

Leidenschaftlicher Hobbyfußballer

Seit April 2020 haben wir nun schon einen neuen Schulleiter, Herrn Langen, den wir euch in diesem Artikel vorstellen und als Person näherbringen wollen. Ende November 2020 haben wir, Jennifer (J) und Merle (M), das nachfolgende Gespräch mit ihm geführt. Da Herr Langen so freundlich war, sich Zeit für unsere Fragen zu nehmen, haben wir das Interview in zwei Teile aufgeteilt:

In Teil 1 geht es vor allem um Herrn Langens berufliche Laufbahn sowie seine Haltungen zu Fragen des Schulalltags.

In Teil 2 gibt Herr Langen einen Einblick in seine Schulzeit und ihr erfahrt mehr über ihn als Privatperson.

J: Wir freuen uns, dass dieses Gespräch zustande gekommen ist und dass Sie so freundlich auf unsere Ideen eingegangen sind.

L: Sehr gerne.

M: Kommen wir zu unserer ersten Frage: Warum haben Sie sich dazu entschieden, Schulleiter und noch dazu hier am Gymnasium Wildeshausen zu werden?

L: Die Leitung einer Schule dieser Größenordnung zu übernehmen, ist eine große Herausforderung. So etwas macht man nicht einfach aus Lust und Laune heraus. Rückblickend kann ich sagen, dass die Übernahme von Verantwortung mich sowohl gereizt, aber auch geprägt hat. Bereits in meiner Jugendzeit bin ich in unterschiedlichen kirchlichen und sportlichen Bereichen engagiert gewesen, in denen ich dann auch zunehmend Verantwortung übernommen habe. Sowohl in der katholischen Landjugend als auch dann im Berufsleben in der Schule: Durch meine Tätigkeit als Fachobmann für das Fach Religion konnte ich hier erste Erfahrungen über den eigenen Unterricht und Klassenleitung hinaus machen. Insgesamt  hat es mir Freude bereitet, an der Weiterentwicklung von Unterricht und Schule mitzuarbeiten, Bildungsprozesse zu initiieren und zu organisieren.

Nachdem ich dann fünf Jahre lang stellvertretender Schulleiter am Max-Planck-Gymnasium in Delmenhorst war, reifte in mir so langsam die Entscheidung, dass ich es wagen möchte, Schulleiter zu werden. Die Zusammenarbeit sowohl mit Schülern als auch Eltern, Kolleginnen und Kollegen empfinde ich als bereichernd und das Gymnasium Wildeshausen hat mich durch das reichhaltige Angebot, aber auch durch seine kleinstädtische ländliche Lage angesprochen.

J: Sie sind nun ja schon ein gutes halbes Jahr tatsächlich hier Schulleiter. Wie bewerten Sie Ihre bisherige Zeit am Gymnasium Wildeshausen?

L: Aufgrund der Corona-Pandemie war es neben den gängigen Herausforderungen, wenn man eine neue Stelle antritt, eine sehr intensive Zeit. Ich kam damals am 22. April noch zu Zeiten des völligen Lockdowns und es mussten sehr viele Entscheidungen hinsichtlich des Wiedereinstiegs in den Unterricht, der Umsetzung des Hygienekonzeptes getroffen werden. Ich bin sehr dankbar, dass ich hier ganz tolle Kolleginnen und Kollegen in der Schulleitung habe, insbesondere meinen Stellvertreter, Herrn Sudholz, die mich sehr unterstützt haben. Besonders hervorzuheben ist auch das Engagement vieler unserer Lehrkräfte, die unseren Schülerinnen und Schülern in dieser schwierigen Zeit der Corona-Pandemie eine gute Schulsituation bieten. Das heißt ganz konkret, neben einer guten Lernsituation auch Schule als Lebensraum, soweit es geht, zu schaffen und erhalten. Es ist toll, dass es uns gelungen ist, unsere Mensa im ersten Halbjahr nahezu durchgehend geöffnet zu lassen, dass der Ganztag in der bewährten Form stattfinden konnte, und dieses alles bei einem geringen Infektionsgeschehen an unserer Schule, sodass wir hier bisher keine Fälle hatten, sondern nur vorsorgliche Quarantänen.

M: Wie ist Ihre Einstellung zur Handynutzung auf dem Schulgelände? Das ist wahrscheinlich ein Thema, welches besonders in der Oberstufe aufkommt.

L: Das ist ja eine ganz schwierige Frage, die man von ganz unterschiedlichen Seiten aus angehen kann. Wenn Handynutzung durch die Lehrkraft im Unterricht zu fachlichen oder pädagogischen Zwecken erforderlich ist, und sie daher anregt, das Smartphone einzusetzen, dann finde ich das förderlich, weil ein zielgerichteter Einsatz moderner Medien neue Möglichkeiten eröffnet. Natürlich ist die Gleichbehandlung aller Schülerinnen und Schüler hier unbedingt einzuhalten.

Ich halte viel von direkter Kommunikation, d.h. von Gesprächen zwischen Menschen. Besonders auf dem Schulhof finde ich es wichtig das zwischen den Lernenden entspannt geplaudert wird. Unsere Handyordnung verhindert ein Zusammenstehen von vier Menschen, die alle nur auf ihrem Handy daddeln, und keiner spricht mehr miteinander. Und ich glaube, wir müssen uns noch viel stärker auf den Weg machen, verantwortungsvoll mit den modernen Medien umzugehen, um sie dann auch völlig freizugeben. Eine völlige Freigabe von Handys auf dem Schulhof zu gewährleisten, sehe ich daher im Moment noch nicht.

J: Unsere nächste Frage wäre: Wie wichtig ist es Ihnen, zum Beispiel Schülerinnen und Schüler bei etwaigen Projekten oder auch Zielen für die Schule mit einzubeziehen?

L: Dieser Bereich ist mir sehr wichtig, weil ich glaube, dass, wenn Schülerinnen und Schüler Ideen haben, die zuträglich für die Schule sind, dann gewinnt die Schule dadurch. Dem jetzigen Abiturjahrgang ist dies zum Beispiel im Oktober durch einen Spendenlauf gelungen: Zum einen haben sie Geld für ihre Abifeierlichkeiten eingenommen, zum anderen haben sie noch was für einen guten Zweck getan, indem sie dem Mehrgenerationen-Haus die Hälfte des erlaufenen Betrages gespendet haben. Neben diesem Projekt war die Aktion mit dem Verkauf von Decken und Handwärmern sicherlich situationsangemessen. Auch die von der Schülervertretung durchgeführte Nikolaus-Aktion lässt sich noch anführen. Also wenn die Schülerinnen und Schüler sich auf den Weg machen, Gutes zu tun, haben sie mich an ihrer Seite.

M: Unsere nächste Frage dreht sich um den Abi-Streich. Ein weiteres Thema, das wahrscheinlich interessanter für die Oberstufe ist. Wie stehen Sie dazu?

L: Die Abiturprüfung machen die Schülerinnen und Schüler in der Regel nur einmal. Bei erfolgreicher Bewältigung erhalten Sie dann das Abitur, das Reifezeugnis. Der Zeitraum ist zum einen geprägt von Prüfungen, intensivem Lernen, freizeitlichen Entbehrungen, zum anderen ist er auch verknüpft mit dem Schritt in eine Freiheit, dass man nun ein Studium oder eine Ausbildung beginnen kann. Und natürlich gehört da auch ein Abi-Streich dazu. Ich bin grundsätzlich nicht dagegen. Ein Abi-Streich, der originell und kreativ gemacht ist, der Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte so einbindet, dass keiner sich blamiert, dass keiner vorgeführt und lächerlich gemacht wird, ist gemeinschaftsstiftend und zum Abschluss einer Schulzeit auch gerechtfertigt. Natürlich ist dabei der Konsum von Alkohol nicht zu tolerieren. Ebenfalls abzulehnen ist, dass Lernende wie Lehrerende so nass gespritzt werden, dass sie eine zweite Garderobe mitbringen müssen. Die Durchführung eines Abi-Streiches hat viel mit Vertrauen zu tun, Vertrauen sowohl in Richtung meiner Person, als auch Vertrauen von mir in Richtung der Schülerinnen und Schüler. Und mir ist wichtig, wenn man Absprachen trifft, dass man sich dann auch daran hält. Ein Abi-Streich soll ja eine amüsante, kreative Form eines gestalteten Abschiedes von der Schule sein und keine Abrechnung mit Lehrkräften oder der Schule insgesamt.

J: Das fasst es wohl ziemlich gut zusammen, was es sein sollte. Dann nochmal eine Frage, die sich mehr in die Zukunft richtet: Wo sehen Sie unsere Schule in 5 Jahren?

L: Die Corona-Pandemie hat uns alle vor die Situation gestellt, wo auf einmal nicht mehr die Frage war, ob wir digitale Medien einsetzen sollen oder nicht, sondern wir mussten es einfach tun. Wir mussten einfach neue Wege gehen. Und wir sind sie gegangen, alle miteinander. Daher befinden wir uns auf dem Weg, eine verantwortungsbewusste Unterrichtsgestaltung mit modernen Medien hinzubekommen, wo analoge Medien, analoge Unterrichtsformen und digitale Unterrichtsformen sich ergänzen. Das wird eine ganz wesentliche Aufgabe  für die nächsten fünf Jahre sein. Begleitet wird der Prozess von einer ständigen Reflexion und Evaluation. Ich glaube, dass wir die Digitalisierung brauchen, dass es eine große Chance ist und deswegen sage ich auch, wenn wir hier im Pilotprojekt die Tableteinführung in dem Jahrgang 11 wagen, dann müssen wir klug vorgehen, um auch alle Schülerinnen und Schüler mitnehmen zu können. In Verbindung mit der Studien- und Berufsorientierung können wir unseren Schülerinnen und Schülern sicherlich dadurch noch bessere Voraussetzungen bieten. Auf diesem Weg sehe ich uns und deswegen kann ich Ihnen auch heute auch noch nicht definitiv sagen, wo wir in fünf Jahren stehen werden. Ich glaube, durch meine Erfahrung zu wissen, dass in den letzten zehn Jahren im digital-technischen Bereich deutlich mehr Neuerungen erfolgt sind als zuvor. Daher ist es wohl klug, zu schauen, wie wir diesen Prozess auch weiterhin für das Gymnasium Wildeshausen verantwortungsvoll gestalten.

Das war’s mit Teil 1 des Interviews mit Herrn Langen. Wir bedanken uns schon einmal recht herzlich bei Herrn Langen für dieses schöne Interview und hoffen, dass ihr auch den zweiten Teil, den wir nächsten Freitag (12.03.) veröffentlichen, lesen werdet.

Bleibt gesund,

Merle und Jennifer

Gefahren und Verschmutzungen durch Feuerwerkskörper

Feuerwerkskörper sind ein großer Teil der Traditionen an Silvester, jedes Jahr feiern Menschen am Ende des Jahres ausgelassen und mit viel Feuerwerk, dies kann jedoch auch zu großen Schäden führen, was vielen nicht bewusst ist.

1. Feinstaubbelastung/Umweltverschmutzung

Die erste Gefahr für die Umwelt durch Feuerwerkskörper ist die Feinstaubbelastung, jährlich werden etwa 4.200 Tonnen Feinstaub freigesetzt. Das sind etwa 2% der jährlichen Feinstaubbelastung auf unserer Erde. Die Umwelt würde also etwas sauberer bleiben, wenn es weniger Feuerwerk geben würde. Denn auch der Müll der Feuerwerkskörper verdreckt und zerstört die Umwelt. Vor allem, da Silvester im Winter ist, kann Müll auf z.B auf zugefroren Seen liegenbleiben. Aber dies kann auch ein Vorteil sein, denn dann können sich Pflanzen o.ä. sich nicht so leicht

2. Gefahren durch umgefallene Feuerwerksbatterien

Wenn Feuerwerksbatterien umfallen, kann eine große Gefahr für Mensch und Tier entstehen, denn diese Batterien feuern weiter und sind brennend heiß. In Deutschland gab es schon viele Verletzte durch umgefallene Feuerwerks-Batterien. Dies passiert beispielsweise, wenn die Batterie auf unebenem Boden steht. Auch wenn diese nicht genügend gesichert sind oder an den falschen Stellen gespart wurde.

3. Gefahren für Tiere

Vor allem Tiere leiden unter dem Silvesterfeuerwerk. Der ohrenbetäubende Lärm macht ihnen Angst und auch der Gestank von Feuerwerkskörpern verursacht einen Fluchtinstinkt. Deshalb sollte man Haustiere an Silvester drinnen lassen und nicht zu lange allein lassen. Auch können Vögel von Raketen getroffen werden.

4. Brandgefahr

Wenn man an Silvester eine Rakete oder anderes zündelt, kann dies unbeeinflusst abhanden kommen und einen Brand auslösen. Zum Beispiel wenn man sich in der Nähe eines Gartens oder anderer Grünflächen befindet.Aber auch wenn man in der Nähe des Hauses oder seiner Wohnung ist, kann man diese entzünden. So wie vor einiger Zeit in Berlin-Neuköln.

5. Gefahr für Kriegsgeschädigte

Für Personen aus dem Krieg (Aus einem Kriegsgebiet) ruft Silvester traumatische Erinnerungen wieder auf, denn die Geräusche, der Silvesterkracher klingen ähnlich wie Schüsse z.B. von Panzern oder Geschützen. Wenn Böller in der Nähe explodieren, erinnert dies an eine Handgranate.

6. Gefahr durch illegale Böller

Auch eine große Gefahr, sind die illegalen Böller, diese können aufgrund der Tatsache, dass sie nicht zugelassen sind, großen Schaden anrichten. Denn diese können in Fetzen fliegen und/oder abhanden kommen und z.B. einen Brand auslösen(vgl. Punkt 4). Legale Böller wiederum sind getestet und eine große Gefahr besteht nicht.

Also: Auch wenn es Tradition ist, Feuerwerkskörper zu verwenden, passt auf, ob diese legal und geprüft sind und so keine allzu große Gefahr besteht.