Corona – immer nur negativ?

Natürlich ist die Covid-19-Krise eine schlimme Zeit für die ganze Welt. Doch ich denke, dass wir trotzdem nicht die positiven Seiten vergessen sollten. Vielleicht würde uns das helfen, mit der Sache besser umgehen zu können.

Solche Regenbögen malen momentan viele Kinder. Sie sollen ein Zeichen gegen Covid-19 sein.

Die Umwelt

Seitdem viele Unternehmen geschlossen und Ausgangsbeschränkungen und -sperren verhängt wurden, kann sich die Umwelt von den Massen an Abgasen und Müll erholen. In China z.B. verbesserte sich die Luftqualität gravierend, als viele Firmen zum Stillstand kamen. Das einzige Problem daran ist, dass die Klimalage sich nach Überwindung der Krise massiv verschlechtern könnte, wenn wir nichts tun.

Die Schüler

Auch für uns Schüler gibt es meiner Meinung nach positive Seiten, und zwar nicht direkt die Schulschließungen. Wir lernen, alleine und selbstständig Aufgaben zu erledigen, besser mit IServ umzugehen und nicht bei jeder Kleinigkeit den Lehrer oder die Lehrerin fragen zu können. Außerdem können wir Sachen machen, für die wir aufgrund von Hausaufgaben, der Vorbereitung auf Klassenarbeiten, Hobbys usw. keine Zeit finden, wie z.B. Mappenführung oder intensives Vokabeln lernen. Und vielleicht bemerken einige von uns, dass es ohne die Schule doch ziemlich langweilig sein kann. 😉

Die Kreativität

Natürlich kann es sein, dass viele Menschen sich kreativ austoben, während sie zuhause sitzen, doch das ist mit dem Begriff Kreativität in diesem Fall nicht gemeint. Viel mehr bedeutet das Wort hier soviel wie erfinderisch werden und bezieht sich auf viele kleine Unternehmen, die mit den Auflagen durch das Virus zu kämpfen haben. Die Imbisse, Cafés, Kinos, Tante-Emma-Läden usw. würden ohne diese Kreativität auch nach Corona-Zeiten geschlossen bleiben müssen. Es werden Gutscheine verkauft, Drive-in-Fenster eröffnet oder Fließbänder vom Tresen zu den Kunden montiert. Wenn euch das Thema interessiert, könnt ihr auf Instagram nach dem Hashtag #shoplocal suchen.

Die Menschheit

Wenn die Menschheit alles richtig macht, sollte die ganze Welt am Ende auch noch einen Vorteil haben. Denn durch Corona ist vieles zum Vorschein gekommen. Wir sehen, welche Folgen mangelnde Hygiene hat und wie wichtig schnelle Maßnahmen sind. Außerdem kann man jetzt feststellen, welche Maßnahmen die besten in einer solchen Situation sind, und wie man einer derartige Krise direkt vorbeugen kann. Wenn man die aktuelle Lage reflektiert und ausgehend von den Erkenntnissen Rahmenbedingungen verbessert, z.B. in Krankenhäusern oder in der Forschung, und Vorbereitungen getroffen werden, könnte man bei dem nächsten Ausbruch einer neuen Krankheit besser und schneller reagieren.

Ich hoffe dieser Artikel konnte euch in dieser schwierigen Zeit etwas aufmuntern und ihr konntet dem Ganzen noch ein bisschen Gutes abgewinnen.

Konzerte trotz Corona? – Ja, aber anders!

In den letzten Wochen wurden aufgrund der Corona-Pandemie massenweise Auftritte und Touren abgesagt, auf ungewisse Zeit finden keine Konzerte statt. Keine Konzerte? Naja, nicht ganz.

Viele Künstler suchen nach Alternativen, trotzdem live zu spielen. Und welcher Lösungsansatz kommt da zuerst auf? Natürlich das Livestreamen. Manche der Künstler senden aus ihren Wohnzimmern oder Studios, andere treten bei Online Festivals auf (#unitedwestream u.a.) oder senden eben aus einem Club, der quasi gekapert wurde und aus dem nun Konzerte gestreamt werden.

Auch ich habe in der Zeit schon ein paar Sachen geschaut, von denen ich hier nun berichten will:

Vor zwei Wochen hat die Berliner Punkband „Smile and Burn“ als Ersatz für die ausgesetzten Shows auf Instagram ihr Set aus dem Proberaum gestreamt. Die Qualität war so semi, weshalb ich nach zwei Songs ausgeschaltet habe, aber ich fand, dass es trotzdem ein guter Anfang für die nächste Zeit war.

Sowohl am 20.3. als auch am 27.3. hat Gil Ofarim eine halbe Stunde lang mit seinem Klavierspieler zusammen ein kleines Konzert aus dem Studio gegeben, dass live auf Instagram und Facebook übertragen wurde. Beide waren sehr schön.

Der eingangs erwähnte Club ist das Astra in Berlin. Dort hat sich eine Gruppe aus freiberuflichen TechnikerInnen, BookerInnen und ModeratorInnen, der „Berlin Culture Cast (BCC)„, zusammengetan und einen gleichnamigen Streaming-Kanal für Konzerte ins Leben gerufen. Natürlich alles unter den höchst hygienischen Voraussetzungen.

Das erste Konzert, was ich beim BCC live im Stream gesehen habe, war das Konzert der Band „Montreal“ am 21.3. . Ich hab die Jungs letztes Jahr, als Corona für uns nur der Name eines Bieres war, im September beim „Grand Summer Slam“ der „Donots“ als „Surprise Voract“ gesehen. Ich wollte sie danach möglichst schnell wieder live sehen, doch das dieses nächste Mal ein Stream-Konzert sein würde, hätte ich jetzt auch nicht erwartet. Das Konzert insgesamt war sehr toll und es wurden einige meiner Lieblingssongs gespielt. Im Stream-Chat entstanden außerdem interessante Umdichtungen der Montreal-Songs. So wurde aus „Katherine, Katherine“ kurzerhand „Quarantäne, Quarantäne“ und statt „Malaria und Heimweh“ gabs dann „Corona und Fernweh“. Den Humor und Spaß hatten weder die Band, noch wir Leute im Chat verloren. Nach jedem Song wurden Klatsch-Emojis geschrieben, es wurden virtuelle Moshpits gestartet oder virtuell gecrowdsurft. Als das Konzert zu Ende war, schrieb ich einfach so mal in den Chat, welche Band ich gerne als nächstes hätte, nicht wissend, dass diese bereits eine Woche später schon beim BCC auf der Bühne stehen würde.

Die Rede ist von „Radio Havanna“. Wie in meinem letzten Artikel erwähnt, hätte ich sie ja nochmal live gesehen, was dann allerdings wegen Corona nun verrschoben wurde. So kam mir das Stream-Konzert sehr gelegen. Vor dem Konzert wurde ein Interview geführt, was mich schon etwas amüsiert hat, da zwischen den beiden interviewten Bandmitgliedern und der Interviewerin wirklich der Mindestabstand eingehalten wurde. An sich macht das ja vollkommen Sinn, allerdings fand ich das Bild von drei Menschen, die jeweils etwa zwei Meter voneinander entfernt saßen, schon irgendwie ziemlich lustig. Die Setlist des dann folgenden Konzertes war dann quasi eine gekürzte Version der eigentlichen Toursetlist, was ich allerdings für ein Stream-Konzert auch vollkommen ausreichend fand. Der Chat war für mein Gefühl noch mehr am Party machen. Wieder gab es virtuelle Moshpits, es wurde virtuell gestagedived, wir trugen die Menschen quasi durch den Chat, nach jedem Song wurden Klatsch-Emojis gespamt und während dem Song „Faust hoch“ hoben wir im Chat virtuell unsere Fäuste in dem wir Faust-Emojis spamten.

Auch als es für einige Minuten einen Stromausfall und dadurch keinen Ton gab, ließen wir uns im Chat nicht aus der Partystimmung bringen, schrieben darüber, wer zu welchem der verschobenen Konzerte ging, besuchten virtuell die Bar oder den Merchstand oder sangen virtuell, in dem wir einfach die Songzeilen schrieben. Was außerdem sehr lustig war, war das einige des öfteren im Chat schrieben, wie hübsch und süß sie doch den Schlagzeuger fanden und das dieser mal mehr im Bild sein sollte. Dies erzählte die Moderatorin, die während des Konzertes den Chat mitlas und zwischen den Songs das Geschriebene quasi an die Band weitergab, natürlich direkt der Band. Es brachte die Band zum Lachen und uns im Chat etwas zum Schmelzen, Aber hey, es stimmt halt. ;P

Alles in allem kann man die gestreamten Konzerte unmöglich mit den richtigen Konzerten vergleichen, da das Feeling ein ganz anderes ist. Allerdings sind die gestreamten Konzerte, sofern sie eine gute Qualität haben, eine gute Alternative für die aktuelle Zeit, damit man nicht ganz ohne Auftritte der Lieblingskünstler auskommen muss. Also schaut, sofern es euch interessiert, doch mal bei euren Lieblingskünstlern auf Social Media vorbei, ob diese auch mal streamen oder guckt euch vielleicht mal auf Youtube nach Livevideos um.

Ich für meinen Teil werde wahrscheinlich weiterhin die Livestreams von Gil Ofarim schauen und immer beim Berlin Culture Cast am Start sein, wenn mich dort etwas interessiert. Ansonsten werde ich die Musik meiner Lieblingsbands so viel ich kann anhören, um sie durch das Geld das sie an den Streams verdienen, zumindest etwas zu unterstützen und wenn ich Lust habe, werde ich mir irgendwann in nächster Zeit auch noch was in deren Shops bestellen. Unterstützung ist immer gut und wichtig, aber aktuell nochmal wichtiger denn je.

Radio Havanna – Helden für eine ganze Nacht

Am 29.02.2020 ging es für mich endlich zum ersten Konzert diesen Jahres, zum Bremer Konzert der „VETO“-Tour von „Radio Havanna“, die als Vorband „Vizediktator“ dabei hatten. Schon seit ich mir die Karte für das Konzert bestellt hatte, freute ich mich auf dieses Konzert.

So kam ich am Konzerttag drei Stunden vor dem Einlass am „Tower“ in Bremen an, wo ich dann feststellen musste, dass ich theoretisch auch hätte später kommen können, da außer Crew und Bands noch niemand da war. Aber nun war ich halt da. Drei Stunden hin- und herlaufen, rumstehen und rumsitzen mit Essenspause zwischendurch. Später, mittlerweile waren auch einige Leute da, wurden wir endlich in die Wärme des „Towers“ gelassen. Nachdem ich dem Merchstand einen Besuch abgestattet und mir eine Mütze gekauft hatte, sicherte ich mir einen Platz in der ersten Reihe und redete dort mit den Leuten, die ich bereits vor dem Einlass kennengelernt hatte.

Irgendwann ging es dann mit „VIZEDIKTATOR“, der Vorband, los. Ich kannte die Band vorher quasi gar nicht und habe sie mir auch nur vor dem Konzert ein wenig angehört, aber ich fand sie direkt super. Die Lieder sind alle verdammt und es war lustig, wie der Sänger fast die ganze Zeit aufgekratzt auf der Bühne rumgetanzt und rumgesprungen ist. „Radio Havanna“ haben mit dieser Band echt eine sehr gute Band als Vorband dabei gehabt, zu der ich sofort wieder auf ein Konzert gehen würde, wenn sie hier in der Nähe spielen.

Danach kamen dann die Jungs von Radio Havanna auf die Bühne und starteten mit dem Song-Doppelpack „Krach“ und „Immer noch da“ von ihrem aktuellen Album das Konzert.

Danach folgten viele Songs des aktuellen und vorherigen Albums, aber auch ältere Songs. Auch Lieder der mit dem aktuellen Album erschienen Cover-Platte „Gossenhauer“ wurden zum Besten gegeben, was zu einer Eskalation des Publikums führte, denn es sind einfach ikonische Songs, die jeder kennt.

Vor dem Song „Faust hoch“ wurde ein gesprochener Text eingespielt, der die Geschehnisse von Hanau aufgriff, ebenso wie er auf die Flüchtlingsproblematik und die Wahlen in Thüringen Bezug nahm.

Vor dem Song „Goldfischglas“, welcher der erste Song der Zugabe war, setzten bzw. hockten sich alle auf den Boden und blieben während des Songs, der nur mit einer Akustikgitarre begleitet wurde, auch sitzen.

Als in der Zugabe der Song „Du hast den Farbfilm vergessen“ gecovert werden sollte, kündigte Fichte, der Sänger, einen Stargast an, der sich als Sänger der Vorband heraus stellte. Zusammen sangen sie dann das Lied, was ziemlich lustig war, da zum einen das Publikum wieder komplett durchgedreht ist und zum anderen der Sänger der Vorband seinen Part zu großen Teilen von einem Zettel ablas. Aber es sei ihm verziehen.

Das Konzert war nach 80 Minuten leider schon zu Ende. Es dauerte nicht allzu lange und die Bandmitglieder liefen im „Tower“ rum. Ich machte mit allen Fotos und holte mir Autogramme auf meiner Setlist und in mein Konzertbuch. Doch auch die Gespräche kamen nicht zu kurz. Es waren ziemlich lustige und schöne Gespräche; vor allem mit dem Sänger der Vorband habe ich sehr viel gelacht, auch wenn wir auch über ernstere Themen geredet haben.

Irgendwann verschwanden die Bandmitglieder und auch ich entschied ich mich, zu gehen.

Mir war klar, dass dies definitiv nicht mein letztes „Radio Havanna“-Konzert war. Die Atmosphäre, das Publikum und die Band waren einfach viel zu gut, um jetzt bis zur nächsten Tour zu warten, bei der sie vielleicht wieder in Bremen spielen. Also schaute ich nach und stellte fest, dass am 14.3. ein Radio Havanna Konzert in Hannover stattfinden sollte … doch dann kam das Corona Virus.

Billie Eilish

Fast jeder kennt die junge Sängerin, die schon jetzt trotz ihres jungen Alters auf eine glanzvolle Karriere zurückblicken kann. In diesem Artikel möchte ich sie euch genauer vorstellen:

Billie Eilish wurde am 18. Dezember 2001 geboren. Sie begann bereits mit 11 Jahren ihre eigenen Songs zu schreiben und komponieren. Der Musikstar leidet an Tourette, einer Krankheit, durch die Billie Eilish manchmal sogenannte „Tic-Anfälle“ bekommt. Doch das hält sie nicht von ihrer Musik ab.

Eine sehr wichtige Person in ihrem Leben ist ihr Bruder Finneas O‘ Connell. Er entdeckte ihr musikalisches Talent als einer der Ersten. Er schrieb den Song „Ocean Eyes“ für seine Band und spielte ihn Billie vor. Dann entschieden sie, das sie ihn singen sollte. Anfang 2016 veröffentlichte die damals 14-jährige Sängerin den Song auf der Website Sound Cloud und wurde über Nacht zu einem Star. In kurzer Zeit erreichte ihr Post 10 Millionen Klicks. „Ocean Eyes“ wurde über 1,3 Millionen mal verkauft und erbrachte Billie gleich die erste Platin-Schallplatte.

Schließlich nahm das Plattenlabel Interscope Records das Nachwuchstalent unter Vertrag. Kurz danach gab Billie Eilish die ersten Konzerte. Auch über Instagram erregte sie Aufsehen. Dort beträgt ihre Followeranzahl heute 56,6 Millionen Follower (Stand März 2020).

Ihr erstes Album, „When we fall asleep, were do we go“, brachte sie an die Chartspitze, übertraf schnell alle Streaming-Rekorde auf Spotify und wurde auf Apple Music zum am meisten vorbestellten Album. Ähnlichen Erfolg brachte der Sängerin ihre Single „Bad Guy“, die sie 2019 mit Justin Bieber herausbrachte.

Abschließend kann man sagen, dass wir weiterhin auf mehr Erfolge von Billie Eilish gespannt sein können.

Buchempfehlung: Das Milliardentrio und der indische Diamant

In dem Jugendkrimi Das Milliardentrio und der indische Diamant von Richard Newsome geht es um den 13-jährigen Jungen Gerald Wilkins. Ursprünglich hatte er vor, seine Ferien mit seinem besten Freund zu verbringen, doch dann kommt es ganz anders….

Kurz vor den heißersehnten Skiferien überraschen Geralds Eltern ihn mit einer anscheinend ziemlich wichtigen Nachricht: Seine Großtante Geraldine Archer, die er überhaupt nicht kennt, ist verstorben. Also muss er, anstatt Ski und Snowboard zu fahren, auf eine Beerdigung nach London. Dort erhält er dann eine Nachricht, mit der niemand gerechnet hat, am wenigsten Gerald selbst: Er hat den Großteil des Archer-Vermögens geerbt, rund 20 Milliarden Pfund. Doch damit nicht genug: Geralds Leben wird noch mehr auf den Kopf gestellt, als er herausfindet, dass seine Großtante keines natürlichen Todes gestorben ist, sondern ermordet wurde! Hat das vielleicht etwas mit dem Noor-Jehan-Diamanten zu tun, der durch eine Spende von Geraldine im Britischen Museum ausgestellt werden konnte und gerade gestohlen wurde? Und was ist mit dem dünnen, schwarzen Mann, der Gerald anscheinend im Visier hat? – Der frischgebackene Milliardär begibt sich auf eine gefährliche Fährtensuche mit seinen neuen Freunden, den Zwillingen Sam und Ruby.

Die von Janka Panskus übersetzte deutsche Version ist im Oetinger Verlag erschienen.

Zu der Buchreihe gehören noch folgende Bände:

Das Milliardentrio und die Stadt der Sechs Tempel

Das Milliardentrio und die Macht des Orakels

In der Schulbibliothek könnt ihr die Romane bislang nicht ausleihen.

Von Wegen Lisbeth – Alles Grande ?!

Nachdem ich im letzten Jahr gesehen hatte, dass die Band Von Wegen Lisbeth ein Konzert im Pier 2 in Bremen spielen würde, war mir schnell klar, dass ich dieses Konzert besuchen möchte. Da mein Bruder die Band ebenfalls kannte, holte er für uns beide Karten und schenkte mir diese zu Weihnachten. Am 26.10. 2019 war es dann endlich so weit und wir fuhren am späten Nachmittag nach Bremen. Irgendwann ging es dann durch den Einlass, der für uns relativ schnell verlief, da wir unsere Taschen im Auto gelassen hatten.

Während ich mir in einer der vorderen Reihen einen Platz sicherte, zog es meinen Bruder zu einem der Sitzplätze. Nach etwa einer halben Stunde kam ,,Blond“, die Vorband auf die Bühne. Als ich mir Lieder von denen zuhause angehört hatte, war ich ehrlich gesagt, was den Auftritt angeht, eher skeptisch, doch es änderte sich quasi schon mit dem ersten Song, den sie spielten. Spätestens nachdem die Drei „I kissed a girl“ von Katy Perry coverten, hatten sie mich voll und ganz.

Während der Umbaupause wurde ein Vorhang angebracht, sodass das Publikum im Ungewissen gelassen wurde, wann es mit dem Hauptact losgeht. Nach einem für mein Gefühl viel zu langen Intro fiel der Vorhang endlich und die Jungs starteten mit dem Song „Wieso“ von ihrem aktuellen Album ihr Konzert. Mit „Cherie“ folgte direkt danach auch schon einer meiner Lieblingssongs, der live noch dynamischer ist.

Darauf folgten dann noch 23 weitere Lieder, die eine sehr gute Mischung der beiden bisherigen Alben ergaben. Am meisten freute ich mich bei diesen Songs über „Drüben bei Penny“, weil ich nicht gedacht hätte, dass sie es live spielen, da es meinem Empfinden nach doch eher zu den unbekannteren Liedern des ersten Albums gehört. Außerdem waren für mich persönlich auch noch ‚Bitch‘ und ‚Wenn du tanzt‘ Highlights, da bei beiden Liedern das Publikum sehr laut mitgesungen und den Refrain von ‚Wenn du tanzt‘ quasi allein gesungen hatte. Nach diesem Lied ging die Band von der Bühne und das Publikum fing an, eine Zugabe zu verlangen. Es dauerte nicht lange und die Band kam wieder auf die Bühne und es wurden die letzten vier Lieder der Setlist gespielt. Eines davon war ein Cover des Liedes „Nur ein Wort“ der Band „Wir sind Helden“. Dieses coverte Von Wegen Lisbeth zusammen mit Blond, dadurch heizten sie das Publikum zum Ende noch einmal richtig ein. Den Abschluss machte der Song „Sushi“ .

Zusammenfassend kann man sagen, dass es ein extrem tolles Konzert war! Die Akustik im Pier 2 hat sowohl bei Blond als auch bei Von Wegen Lisbeth voll und ganz gestimmt. Das Publikum ging das gesamte Konzert ab und die Band ließ kaum Zeit für Verschnaufpausen. Am Ende konnte man somit in viele verschwitzte und glückliche Gesichter blicken.

Generell würde ich jedem Menschen, der Indie Musik mag und/oder leicht skurrile und lustige Songtexte super findet, empfehlen, sich die Musik der Band Von Wegen Lisbeth anzuhören und nächstes Jahr auf einem Open Air Festival oder im Oktober ein Konzert von ihnen zu besuchen.


Ballett – (k)ein Sport?

Ballett. Ist das eigentlich ein Sport oder sind das nur ein paar Mädchen, die auf einer großen Bühne herumhüpfen? Ganz im Gegenteil! Ballett ist sogar ein sehr anspruchsvoller Sport. Was Ballett genau ist und warum es einer Sportart wie Fußball vermutlich ebenbürtig ist, erklären wir euch hier in diesem Artikel:

Was ist eigentlich so anspruchsvoll und schwer beim Ballett? Ganz einfach: Als Erstes musst du sehr beweglich sein. Du solltest dich zudem gut konzentrieren können und die geeigneten körperlichen Voraussetzungen haben (z.B. keine zu kurzen Sehnen). Du musst dich immer anspannen, vor allem, wenn du auf Spitze tanzt, ansonsten sieht deine Haltung nicht schön aus und du könntest womöglich umfallen. Wenn du Ballett tanzt, musst du hoch springen, wie eine Feder landen und, obwohl deine Füße unglaublich schmerzen, das Publikum glauben lassen, dass alles ganz leicht und mühelos wäre.

Viele denken, dass Ballett keine richtige Sportart ist, weil es so leicht aussieht. Um Ballett tanzen zu können, benötigt man sehr viele Muskeln. Die Zehen müssen das ganze Körpergewicht tragen, allein das macht Ballett schon sehr anspruchsvoll. Viele denken, Ballett zu tanzen ist nur was für Mädchen, aber das stimmt überhaupt nicht!!! Auch wenn es für viele ungewohnt ist, gibt es viele sehr begabte Tänzer. Außerdem kann eine Ballerina in den meisten Fällen nicht ohne einen Tänzer tanzen, weil sie z.B. für Hebefiguren auf einen Partner angewiesen sind. Das bedeutet, dass auch Tänzer eine sehr wichtige Rolle im Ballett spielen.

Was brauchst du, um Ballett tanzen zu können?

Mädchen:

  • ein Trikot
  • einen Rock
  • eine Strumpfhose
  • Schläppchen

Jungen:

  • weißes, enges T-Shirt
  • oftmals schwarze Leggins/ schwarze Strumpfhose
  • Schläppchen

Ballett ist zugegeben ein teurer Sport, da man vieles neu anschaffen muss: Schläppchen kosten ohne Weiteres so viel wie ein Paar Sneaker.

Wenn du irgendwann so weit bist, dass du mit dem Spitzentanz beginnen willst, brauchst du noch ein paar weitere Sachen:

  • Spitzenschuhe
  • Bänder für die Schuhe
  • Gummischoner für deine Zehen

Der Spitzentanz ist noch sehr viel anspruchsvoller als Ballett auf halber Spitze. Du stehst in den Spitzenschuhen hauptsächlich auf deinem großem Zeh und dem daneben. Anfangs und wenn du mehrere Stunden am Stück tanzt, ist das natürlich sehr schmerzhaft. Doch trotzdem macht es total viel Spaß! Wenn du das Tanzen liebst, dann lässt du dich von so etwas nicht ablenken.

Hier ein paar Statements von Ballerinas zu ihrem Sport:

Anfängerin: Ich finde, dass Ballett schwerer ist als man zunächst glaubt. Trotzdem macht es sehr viel Spaß. Am Anfang ist das erste Ziel, auf der Spitze zu tanzen.

Fortgeschrittene: Ich finde, dass Ballett das Schönste ist, was ich je gesehen habe. Wer schon einmal in einem professionellen Ballett wie zum Beispiel „Schwanensee“ oder „Dornröschen“ war, weiß, wovon ich rede. Ich möchte unbedingt einmal so tanzen können, doch bis dahin ist es, und das weiß ich natürlich auch, ein sehr langer Weg, – wenn man das überhaupt schafft. Am besten ist es, falls man wirklich eine Ballerina/ein Ballerino sein möchte, auf ein Ballett-Internat zu gehen. Diese findet man in Berlin, Hamburg, München oder Dresden. Meiner Meinung nach ist jedoch die Pariser Opern-Ballettschule, die l’Opéra de Paris, die beste. Doch auf diese Schule schaffen es wirklich nur die Talentiertesten!

Bock über die Hunte zu fliegen?- Dann komm zur RUDER-AG

Die Ruder-AG steht nicht auf dem Anmeldezettel, da sie in der Zeit von Dezember bis März wetterbedingt nicht stattfinden kann. Sie wird von Frau Malaske geleitet. Anfang des Halbjahres fand die AG erst donnerstags und dann mittwochs statt. Doch an diesen Tagen kamen leider zu wenige interessierte Schüler. Das ist sehr schade, denn Rudern ist ein toller Sport, den man auch nicht überall ausüben kann. Daher ist es umso interessanter, dass es so eine AG an unserer Schule gibt. Ab März soll die AG nun immer mittwochs stattfinden. Der Treffpunkt ist das Bootshaus unseres Gymnasiums. Um dorthin zu gelangen, müsst ihr von der Schule aus den Park durchqueren und über die weiße Brücke laufen. Auf der rechten Seite liegt dann das Bootshaus.

Der Weg vom Gymnasium zum Bootshaus

Fürs Rudern braucht ihr eine alte Sporthose, da sie auch mal dreckig werden kann, Turnschuhe, und ein T-Shirt. An kälteren Tagen kann es auch nicht schaden, sich eine Jacke mitzunehmen. Die AG ist für Schüler der Klassenstufen 7-11. Es muss ein Schwimmnachweis und die Einverständniserklärung der Eltern vorliegen, da überwiegend selbstständig gerudert wird. Vorerfahrung wird nicht benötigt, jeder kann mitmachen, egal ob bekannte Gesichter oder Neueinsteiger. Eine optimale Gruppengröße wären 15-20 Schüler. Bei Interesse bitte bei Frau Malaske melden.

Bevor man mit dem Rudern startet, wird festgelegt, welche Boote zum Einsatz kommen. Unsere Schule verfügt über Vierer, Zweier und Einer. Zunächst muss man die passenden Skulls (=Paddel), das Steuer und den Sitz für den Steuermann/die Steuerfrau holen und alles am Boot befestigen. Dann kann man loslegen.

In einem Ruderboot gibt es zwei verschiedene Aufgaben: Zum einen gibt es einen Steuermann bzw. eine Steuerfrau. Bei diesem „Job“ sitzt man hinten im Boot mit Blick in Fahrtrichtung. Man steht durch ein Seil mit dem Steuer in Verbindung und ist für die grobe Lenkung verantwortlich. Außerdem muss man dafür sorgen, dass das Boot immer auf der rechten Seite fährt, damit es keinen Zusammenstoß gibt. Zum anderen gibt es die Ruderer. Die Anzahl der Ruderer variiert je nach der Größe des Bootes. Als Ruderer sitzt man entgegen der Fahrtrichtung, so dass man den Steuermann/die Steuerfrau anschaut. Die Ruderer sollten möglichst synchron rudern, damit das Boot viel Fahrt aufnehmen kann. Nach ca. 50 min. kehrt man zum Bootshaus zurück.

Rudern ist so ein außergewöhnlicher, bewundernswerter Sport, denn es ist ein unbeschreiblich schönes Gefühl, wenn man durch eigene Kraft förmlich über das Wasser fliegt.

Gemeinsam für den Umweltschutz – Die Umwelt-AG des Gymnasiums Wildeshausen

Die Umwelt-AG des Gymnasiums in Wildeshausen, die Melek El-Charif aus der 8c ins Leben gerufen hat, besteht nun schon seit Anfang des Schuljahres. Auf diese Idee kam sie, als ihr aufgrund der Nachrichtenlage und der eigenen Recherche immer klarer wurde, was für große Umweltprobleme es gibt. Des Weiteren bemerkte sie, dass jeder einen Beitrag zum Schutz der Umwelt leisten kann, indem er zum Beispiel den Müll nicht auf die Straße, sondern in einen Mülleimer wirft, oder elektrische Geräte, welche nicht benötigt werden, vom Strom abschließt. 

Da sich in der Schule mehrere Schüler gefunden hatten, die ihre Ansicht, dass man etwas gegen diese Entwicklung unternehmen muss, teilen, schloss sie sich mit ihnen zu einer Gruppe zusammen und sie begannen die Planung ihrer eigenen AG. Bislang besteht die AG aus sieben Leuten, jedoch werden weitere Teilnehmer erwartet.

Ziele der AG ist es, die Umwelt aktiv zu schützen sowie ein Bewusstsein für die Problematik zu schaffen. Beitreten kann jeder, der sich für die Umwelt einsetzen möchte. Wer sich nicht sicher ist, kann auch einfach einmal vorbeikommen, um sich selbst eine Meinung zu bilden. Wenn ihr Lust habt, euch zu engagieren, kommt am Montag in der 7./8. Stunde vorbei (Treffpunkt: bei den Spielgeräten auf der Wiese) oder sprecht Melek vorher an.

Mit Blick auf den Erfolg von Bewegungen wie Fridays for Future oder auch aufgrund der Tatsache, dass die Partei Bündnis 90/Die Grünen bei der Juniorwahl zur Europawahl 2019 mit Abstand die meisten Stimmen erhielt, wird deutlich, dass sich insbesondere die junge Bevölkerung für den Umweltschutz interessiert und engagiert. Die AG kann somit Hoffnung auf neue Mitglieder schöpfen. 

Rammstein – Ein Konzert der anderen Größenordnung

Für alle Fans von Rammstein überraschend, tauchten Ende Oktober 2018 in einigen Städten in Deutschland und Europa Projektionen und Plakate auf, die auf neue Konzerte hinwiesen. Es wurde für ein paar Tage spekuliert. bis Rammstein auf ihren Sozialen Netzwerken ein Video veröffentlichte, welches eine Stadion Tour für 2019 ankündigte. Nach kurzem Checken der Daten mit meinem Vater und Absprachen mit meinem Bruder und meinem Onkel war die Entscheidung klar: Wir würden auf das Konzert in Berlin gehen. Da mein Onkel Mitglied im Rammstein Fanclub ist, war es auch ziemlich unproblematisch, an Karten zu kommen. Als ich Weihnachten die Karten in der Hand hatte, begann ich zu realisieren: Ich würde die Band, die mich schon seit meiner Kindheit begleitete, nun endlich live sehen. Und das sogar im großen Berliner Olympiastadion.

Ein gutes halbes Jahr später war es dann soweit. Als am Olympiastadion schon der Einlass gestartet war, fuhren wir bei meinem Onkel zuhause los und kamen irgendwann mit der S-Bahn am Olympiastadion an. Durch den Einlass waren wir schnell durch und so zog es mich erstmal zum Merchstand, während der Rest der Truppe zum Getränkestand ging.

Nachdem wir mit Allem ausgestattet waren, begaben wir uns auf unsere Plätze und bekamen dort noch die letzten zwei Lieder des Voracts, dem Pianoduo ,,Duo Jatekok“ mit. Während der Pause zwischen Voract und Rammstein wurden sehr viele La Ola Wellen gestartet oder einfach von allen geklatscht. Irgendwann stiegen die sechs Rammsteiner die Stufen des Marathontores hinunter und alle Leute, die dies beobachten konnten, brachen in Jubel aus. Das Konzert stand kurz bevor.

Wenig später ertönte klassische Musik und um das Schlagzeug stieg Nebel hervor, aus dem der Schlagzeuger, Schneider, dann hervortrat und mit einem Schlag auf eine seiner Trommeln das Kanzert quasi begann. Er nahm hinter seinem Schlagzeug platz und begann die Melodie des Introliedes, ,,Was ich liebe“, das gleichzeitig auch das erste Lied des Albums ist, zu spielen anfing. Nacheinander traten nun die einzelnen Mitglieder der Band, in der Reihenfolge erster Gitarrist (Richard), Keyboarder (Flake), zweiter Gitarrist (Paul) und Bassist (Olli) auf die Bühne und setzten in den Rhythmus mit ein, bis schlussendlich der Sänger (Till) unter tosendem Applaus auf die Bühne kam und zu singen anfing. Ich hatte direkt Gänsehaut. Es hätte kein besseres Intro geben können!

Nach dem Intro wechselten sich alte Lieder mit Liedern vom aktuellen Album. Zeitweise war es für uns in der obersten Reihe schwer zu verstehen, was der Sänger gerade sang, da sein Gesang vom Bass übertönt wurde, aber das war nicht weiter schlimm, da das sowieso nur Lieder betraf, die ich nicht so sehr mag.

Vom Lied ,,Deutschland“ wurde zuerst der Richard Z. Kruspe Remix gespielt. Während Richard, der der Macher des Remixes war, in einer Art Fahrstuhl in der Mitte hinten auf der Bühne hochgefahren wurde und den DJ darstellte, „tanzten“ Paul, Schneider, Olli und Flake in Leuchtanzügen auf der Bühne eine Choreographie, was ziemlich lustig aussah. Als dann die Originalversion gespielt wurde, wurde es im gesamten Stadion ziemlich laut. Ich glaube, jeder Besucher des Konzertes hatte sich darauf gefreut, diesen Song live zu hören.

Der 17. Song auf der Setlist, ,,Engel“, wurde auf eine andere Weise performt, als es von den vorherigen Touren üblich war. Denn die Rammsteiner versammelten sich auf der kleinen Zweitbühne um die Klaviere vom ,,Duo Jatekok“, auf der das Duo auch schon als Vorband gewesen war. Die beiden Damen vom Duo Jatekok setzten sich an ihre Klaviere und begannen die Klavierversion von Engel zu spielen. Till begann zu singen und mit ihm das ganze Stadion, sodass er für mich in der obersten Reihe kaum noch zu hören war. Aber das war mir in dem Moment sehr egal. Da der Text des Liedes auf dem Bildschirm der Bühne projiziert wurde, gelang es eigentlich jedem problemlos, mitzusingen. Ich hatte wieder eine Gänsehaut und war in dem Moment auch einfach sehr glücklich, da ich solche Momente auf Konzerten einfach unfassbar liebe.

Nach Engel ließen sich alle Bandmitglieder außer Till in Schlauchbooten über die Köpfe der Zuschauer zur Bühne tragen, auf der sie dann von Till Willkommen geheißen wurden. Ein schönes und äußert passendes Bild, das zu ,,Ausländer“, dem nächsten Song, führte. Denn in dem Video des Songs fahren die Bandmitglieder ebenfalls mit einem Schlauchboot. Auf diesen Song hatte ich mich schon seit Beginn des Konzertes gefreut, da er mein Lieblingssong auf dem aktuellen Album ist. Und ich wurde echt nicht enttäuscht. Live ist dieser Song meiner Meinung nach noch energiegeladener, als er es auf dem Album ist. Als der Song zu Ende war, gab es ein Zwischenspiel, bei dem nur die beiden Gitarristen spielten und dabei aufeinander zu gingen. In der Mitte der Bühne küssten sie sich dann und viele Leute im Stadion jubelten, bevor es dann nach kurzer Stille mit ,,Du riechst so gut“ weiter ging. Mit ,,Ich will“ endete das Konzert dann drei Songs später und ich stand etwas überfordert mit meinen Gefühlen da und beobachtete die Sechs dabei, wie sie auf der Bühne auf die Knie gingen. Eine symbolische Danksagung, denn nach einem sehr knappen ,,Danke Berlin!“ verschwanden sie dann auch schon von der Bühne.

Alles in allem war dieses Konzert nicht das beste Konzert, auf dem ich in meinem bisherigen Leben war. Allerdings finde ich es auch schwierig, dieses Konzert mit meinen anderen Konzerten zu vergleichen, da alles größer und extremer war. Außerdem kann man Rammstein meiner Meinung nach manchmal mehr als Show bezeichnen, da sie fast gar nicht mit dem Publikum interagieren und noch dazu viel Pyrotechnik verwenden, ohne die das Konzert auch extrem langweilig wäre. Ich freu mich auf jeden Fall Rammstein nächstes Jahr wieder live im Olympiastadion zu sehen und hoffe erneut auf einen so guten Mix zwischen alten und neuen Liedern, wie es dieses Jahr der Fall war.

Schaumkanonen
,,Deutschland“